LUX-Preis 2011
Zehn Filme im Wettbewerb um den LUX-Preis 2011
5. Juli 2011
Auf dem 46. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary im tschechischen Karlsbad gab das EU-Parlament die Nominierungen für den diesjährigen LUX-Filmpreis bekannt. Die nominierten Filme wurden in europäischen Ländern produziert und sollen die Vielfalt des europäischen Kinos zeigen, die das EU-Parlament mit seinem Preis fördern will.
Die tschechische EU-Abgeordnete Olga Sehnalová, die Regisseurin des LUX-Preis-Siegers 2010 Feo Aladag ("Die Fremde"), ihre Hauptdarstellerin Sibel Kekilli und die stellvertretende künstlerische Leiterin des Internationalen Filmfestivals Karlovy Vary Eva Zaoralová stellten die Nominierungen vor:
- "A torinói ló" von Béla Tarr (Ungarn, Frankreich, Schweiz, Deutschland)
- "Attenberg" von Athina Rachel Tsangari (Griechenland)
- "Essential Killing" von Jerzy Skolimowski (Polen, Norwegen, Irland, Ungarn)
- "Habemus Papam" von Nanni Moretti (Italien, Frankreich)
- "Le Havre" von Aki Kaurismäki (Finnland, Frankreich, Deutschland)
- "Les neiges du Kilimandjaro" von Robert Guédiguian (Frankreich)
- "Morgen" von Marian Crisan (Frankreich, Rumänien, Ungarn)
- "Mistérios de Lisboa" von Raúl Ruiz (Portugal)
- "Pina" von Wim Wenders (Deutschland, Frankreich, Großbritannien)
- "Play" von Ruben Östlund (Schweden, Frankreich, Dänemark)
LUX-Preis: Engagement des EU-Parlaments für Kultur und Kino
Über die Kandidaten für den LUX-Preis entscheidet eine Jury, die vom Kulturausschuss des EU-Parlaments berufen wird. In der Jury sitzen Produzenten, Regisseure, Filmhändler, Filmkritiker, Festivaldirektoren und ehemalige Gewinner des Preises. Ende Juli werden beim Filmfestival in Venedig drei Finalisten bekanntgegeben und gezeigt.
Die EU-Abgeordneten stimmen im Herbst darüber ab, welcher der drei Finalisten den Preis erhält. Der Sieger wird schließlich Mitte November bei einer Festveranstaltung in Straßburg gekürt.
Der LUX-Preis wird seit 2007 vergeben und steht für das Engagement des Europaparlaments, die Kreativität des europäischen Kinos zu fördern. Die nominierten Filme sollen aus verschiedenen sozialen, kulturellen und historischen Perspektiven einen Eindruck von Leben und Identität der Europäer geben.
Der prämierte Film erhält finanzielle Unterstützung vom EU-Parlament für Untertitel in allen 23 offiziellen EU-Sprachen, für seh- und hörgeschädigtengerechte Umsetzung der Originalfassung und für einen 35-mm-Film oder ein digitales Kinopaket für jedes EU-Land.
Die bisherigen Gewinner des LUX-Preises waren die Filme "Auf der anderen Seite" (2007), "Le silence de Lorna" (2008), "Welcome" (2009) und "Die Fremde" (2010).




















