Eurobarometer - Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments
Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Studien zur Erforschung der öffentlichen Meinung in den Mitgliedstaaten in Auftrag.
Dank dieser Studien will das Parlament besser verstehen, wie die Bürgerinnen und Bürger seine Tätigkeit und die der Europäischen Union insgesamt wahrnehmen und was sie erwarten. Damit verfügt es über ein wertvolles Instrument der Vorbereitung, Entscheidung und Bewertung seiner Arbeit.
Eurobarometer-Umfrage: Die Europäer zwei Jahre vor der Europawahl 2014
Bürger denken positiver über die EU
Das Ansehen der EU in der öffentlichen Meinung hat sich deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis einer neuen Eurobarometer-Umfrage, die vom Europäischen Parlament (EP) in Auftrag gegeben und am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Mehrheit der Befragten hält das EP für die Institution, die die Union am besten repräsentiert, und sieht die Teilnahme an den Europawahlen als den besten Weg, sich Gehör zu verschaffen.
"Die Ergebnisse sind ermutigend", sagte EP-Präsident Martin Schulz in Bezug auf die Eurobarometer-Umfrage. "Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt, dass wir Lösungen auf Gemeinschaftsebene brauchen. Die EU ist ein weltweit einzigartiges Projekt mit gesetzgeberischen Befugnissen, das solche Lösungen bieten kann, wenn einzelne Maßnahmen auf nationaler Ebene nicht ausreichen", so Schulz, der hinzufügte: "Die Bürger erkennen das".
EP-Vizepräsident Othmar Karas, zuständig für Kommunikation, kommentierte die Umfrageergebnisse so: "Die absolute Mehrheit der Europäer glaubt, dass das Europäische Parlament die Institution ist, die die Europäische Union am besten repräsentiert. Mit Blick auf die Europawahlen 2014 müssen wir daran arbeiten, diese Einstellung zu festigen. Insbesondere in Krisenzeiten glauben die Europäer einerseits stark an die Werte der Demokratie und der Freiheit und andererseits an den Euro als die beiden Grundpfeiler der europäischen Identität. Das macht uns Mut bei unserer Arbeit".
Der Ruf der EU hat sich in den Augen der meisten Europäer verbessert: 40% denken positiv über sie, im November 2011 waren es 31%. Eine absolute Mehrheit der Befragten hält die EU-Mitgliedschaft für eine "gute Sache" (50%, +3 Prozentpunkte).
Auch wenn die Bevölkerung noch geteilter Meinung darüber ist, ob ihre Stimme in der EU zählt (54% negative Antworten, 7 Prozentpunkte weniger als letztes Jahr, im Vergleich zu 42% positiven Antworten, plus 9 Prozentpunkte), halten 57% der Befragten die Teilnahme an den nächsten Europawahlen für den besten Weg sich Gehör zu verschaffen. Ein Viertel hiervon wußte bereits, dass diese Wahlen in zwei Jahren stattfinden.
Interessanterweise sagen mehr als die Hälfte der Befragten, sie wären noch stärker geneigt als heute, zur Urne zu gehen, wenn jede europäische Partei einen Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten aufstellen würde, der dann vom Europäischen Parlament nach den Europawahlen 2014 gewählt werden würde.
Ohne Überraschung stehen die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ganz oben auf der Prioritätenliste für Maßnahmen der EU zur Bewältigung der Krise, laut 72% der Befragten.
Dies sind einige der Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage im Auftrag des Europäischen Parlaments, die zwischen dem 2. und dem 17. Juni 2012 ausgeführt wurde, und für die 26.622 Bürger in den 27 EU-Ländern befragt wurden.
Eurobarometer-Umfrage zur Krise und wirtschaftspolitischer Steuerung (EB 77.2)
Diese Eurobarometer-Umfrage zum Thema "Die Krise und die wirtschaftspolitische Steuerung" ist die fünfte Erhebung, die vom Europäischen Parlament vorgenommen wurde. Sie wurde von TNS Opinion vom 10. bis 25. März 2012 auf der Grundlage persönlicher Befragungen von 26.593 europäischen Bürgern ab dem Alter von 15 Jahren durchgeführt.In den vergangenen sechs Monaten gab es eine erhebliche Anzahl von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ereignissen, die sich zweifelsohne auf die Antworten der Befragten ausgewirkt haben.
Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der Europäischen Union
Dieses Jahr hat sich das Europäische Parlament zum Internationalen Frauentag (8. März) auf das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern konzentriert.
In diesem Sinne beauftragte das Parlament TNS Opinion mit der Durchführung einer Flash-Telefonumfrage, die am 19. und 20. Januar 2012 unter Teilnahme von 25.539 EU-Bürgerinnen und Bürgern in den 27 EU-Mitgliedstaaten stattfand.
Die Fragen betrafen das geschlechtsspezifische Lohngefälle und eine Reihe weiterer Themen. Der Bericht von TNS Opinion liefert eine genaue Darstellung der Ergebnisse der Umfrage, die hauptsächlich Kinderbetreuungspflichten und geschlechtsspezifische Themen am Arbeitsplatz betreffen.
PARLAMETER 2011
Im Parlameter 2011 wurden zur Mitte der Legislaturperiode 2009/2014 die Wahrnehmung des Europäischen Parlaments durch die Europäerinnen und Europäer sowie die Politiken und Werte untersucht, die diese gefördert und verteidigt sehen möchten.
Der Erhebungszeitraum für die durch TNS Opinion durchgeführte Studie erstreckte sich vom 3. bis zum 20. November 2011 und fiel in eine im europäischen Kontext besonders schwierige Zeit: man denke unter anderem an das fehlgeschlagene Referendum in Griechenland, den Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten dort und in Italien, die Anhebung der Zinssätze für Staatsschulden in verschiedenen Ländern der Eurozone, die Parlamentswahlen in Spanien, den G20-Gipfel usw.
Dieses angespannte Klima hat die Wahrnehmung der Europäerinnen und Europäer in Bezug auf die Europäische Union, insbesondere auf das Europäische Parlament, beeinflusst.























Krise und wirtschaftspolitische Steuerung (vom 21. Mai 2012) (1398KB)