Wird es eine einheitliche Amtssprache in der EU geben, die alle lernen müssen?

Nein, das ist nicht absehbar. Derzeit gibt es in der EU 23 Amtssprachen: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch-Gälisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch. Mit künftigen  Erweiterungen der EU können noch einige weitere Amtssprachen hinzukommen. Wegen des Grundsatzes der politischen Gleichheit aller EU-Bürger kann keine der in den Mitgliedsstaaten gesprochenen Amtssprachen zur alleinigen EU-Amtssprache erhoben werden. Auch die Einführung einer historischen Sprache oder einer Kunstsprache wie Latein oder Esperanto als Amtssprache hat wegen der damit verbundenen praktischen Schwierigkeiten keine Chance auf Verwirklichung. Innerhalb der EU-Organe bilden sich zur schnellen Verständigung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jedoch Arbeitssprachen heraus, die zu verstehen und zu sprechen für jeden außerordentlich wichtig ist. Die größte Verbreitung als Arbeitssprachen haben Französisch und Englisch erlangt. Seit der letzten Erweiterung hat auch Deutsch einen höheren Stellenwert erhalten. Deutsch wird im Europäischen Parlament jetzt neben Englisch und Französisch als Zwischensprache benutzt, wenn eine direkte Verdolmetschung oder Übersetzung nicht möglich ist.

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