Archiv 2011
Im Youthletter stellen junge Menschen vor wie sie sich für den europäischen Gedanken einsetzen und warum Europa uns alle angeht. Sie präsentieren ihre aktuellen Projekte und sagen uns ihre Meinung über Europa.
12. Ausgabe (November 2011)
Europe & Me - Europa leben und lesen
Mit Europe & Me machen wir zum ersten Mal ein wirklich umfassendes europäisches Magazin für alle Bereiche des Lebens: von Politik über Karriere bis hin zur Liebe. 2008 ist Europe & Me zum ersten Mal erschienen. Seitdem veröffentlichen wir vier Ausgaben pro Jahr. Für jede Ausgabe gestalten verschiedene Künstler eine individuelle Titelseite. Wir sind ein reines Online-Magazin und somit nicht von Druckkosten abhängig.
Unser journalistischer Grundsatz ist, transnational zu sein. Das bedeutet, dass wir Themen behandeln wollen, die in wenigstens drei europäischen Länden relevant sind. Das ist für uns eine wichtige Voraussetzung, um eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen. Im Gegensatz zu anderen Magazinen wollen wir beispielsweise nicht die Geschichte der Piratenpartei in Deutschland erzählen. Stattdessen fragen wir uns: Gibt es auch Piratenparteien in anderen Ländern Europas? Wieso, oder wieso nicht?
"Making Europe personal" lautet ein Motto des Magazins. Das beeinflusst nicht nur die Breite unserer Themen, sondern auch den Aufbau des Magazins analog zum menschlichen Körper. Ursprünglich gab es fünf Ressorts: "Brain" für Themen, die eher einen verkopften Zugang haben; "Heart" für Fragen von Gefühl, Kultur und Liebe, "Diaphragm" (Zwerchfell) für Ulk und Witz, "Baby" für Sex und "Legs" für Reisen, Studieren und Arbeiten in fremden Ländern. Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr einen Blog gestartet, nämlich "The Sixth Sense". Dort berichten Reporter aktuell, etwa vom größten Musikfestival Europas, dem Sziget aus Budapest.
Als Team sind wir eine Gruppe von etwa neun Leuten, fast alle sind Studenten. Hauptaufgabe jedes so genannten Editors ist, die Ressorts zu betreuen - also Themen zu diskutieren, Autoren zu finden und Texte zu redigieren. Die Redaktionskonferenzen laufen normalerweise über Skype; vier von uns sind jedoch momentan zufällig in Berlin gelandet. Dafür haben im vergangenen Jahr sieben von uns in London gewohnt. Darüber hinaus gibt es einen Pool von etwa 100 Autoren. Genauso wie die Editors arbeiten die Autoren ehrenamtlich - neben Arbeit oder Studium. Für dieses Engagement für Europa hat uns das Europäische Parlament zusammen mit der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen 2011 den Europäischen Karlspreis der Jugend verliehen.
Europe & Me ist auch eine Möglichkeit für junge Europäer, Erfahrungen sammeln zu können. Im Dezember treffen sich unter dem Thema "Do you speak European?" über 30 Jugendliche aus Großbritannien und Spanien bis zur Türkei in Berlin zu einem Workshop zum Thema europäische Sprachen, Essen oder Flirts. Dieser Workshop wird von der EU und von der Allianz-Kulturstiftung unterstützt. Wir haben fast 700 Bewerbungen für diesen Workshop bekommen. Daher werden wir in Zukunft mindestens einen Workshop pro Jahr anbieten. Über unseren Newsletter oder unsere Facebook-Seite kannst du am besten vom nächsten Workshop erfahren.
Wir sehen E&M als Teil der europäischen Integration und glauben, es fehlt ein Ort für europäische Öffentlichkeit. Mit unseren Grundsätzen, ein Magazin zu allen Aspekten des Lebens zu machen, das insbesondere transnationale Themen aufgreift, wollen wir so einen Ort schaffen. In der aktuellen Ausgabe: Depressionen - ein europäisches Problem? Europäische Protestkultur von Spanien bis Griechenland. Eine Weltreise für Nachhaltigkeit. Welche Klischees gibt es über die Europäer? Ein Interview zu Polyamorie und offenen Beziehungen.
Wir sind ständig auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern - als Autoren oder Editoren. Insbesondere suchen wir momentan Leute, die sich auch um die IT und den technischen Support des Projekts kümmern möchten.
11. Ausgabe (Oktober 2011)
MitOst e.V. - Verein für Sprach- und Kulturaustausch
Was ist MitOst?
Wir sind ein unabhängiges Netzwerk engagierter Menschen. Die Mitwirkenden unseres Vereins MitOst setzen sich auf ehren- und hauptamtlicher Ebene für eine lebendige Zivilgesellschaft und kulturelle sowie sprachliche Vielfalt in Europa und seinen Nachbarregionen ein. Durch MitOst beraten, qualifizieren und schaffen wir Raum für Begegnung und Dialog. Der Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit liegt in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.
MitOst ist ein internationaler Verein mit Sitz in Berlin. Er wurde 1996 von einigen Lektoren der Robert Bosch Stiftung als Plattform für die weitere Vernetzung und Projektarbeit gegründet. Seitdem sind Tätigkeitsprofil und Netzwerk unseres Vereins stetig gewachsen. Heute bieten wir ein Dach für mehrere Stiftungsprogramme, zahlreiche internationale Projekte, die Arbeit von acht Alumnigruppen, das jährliche MitOst-Festival und das vielfältige Engagement von 1200 MitOst-Mitgliedern aus 40 Ländern.
Was macht MitOst?
MitOst widmet sich den Themen "Kulturaustausch" und "Bürgerschaftliche Bildung und Partizipation". Wir fördern den Austausch und die Kooperation zwischen Kulturschaffenden in Europa und stärken zivilgesellschaftliche Akteure und gesellschaftliches Engagement. In beiden Bereichen entwickeln wir praxisnahe Methoden und Trainingskonzepte. Aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Projektarbeit beraten wir auch andere Organisationen bei der Entwicklung und Realisierung von Projekten.
Das von uns durchgeführte Programm "Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa" qualifiziert Nachwuchskräfte im europäischen Kulturmanagement. Das "Theodor-Heuss-Kolleg der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V." fördert junge Erwachsene, die ihre Umgebung durch eigene Projekte gestalten wollen und bildet Seminarleiter und Mentoren aus.
Wie könnt Ihr mitmachen?
Für unsere Mitglieder und Alumni aus den Alumni-Gruppen bieten wir zahlreiche Möglichkeiten der Mitwirkung: Unser ehrenamtlicher Vorstand verantwortet zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die grundsätzliche Ausrichtung der Tätigkeiten von MitOst. In Arbeitsgruppen und im Rahmen einzelner Aktivitäten können unsere Mitglieder inhaltlich an der Profilierung von MitOst mitwirken. Unser Projektbeirat berät die Vereinsmitglieder bei der Beantragung von Projekten, wählt Anträge zur Förderung aus und bemüht sich um die Beschaffung von Fördermitteln, etwa durch Kooperationen mit Stiftungen. Jedes MitOst-Mitglied kann Gelder beantragen, um ehrenamtlich ein Vorhaben im Rahmen der Vereinsziele zu verwirklichen. Im Laufe der Jahre konnten wir durch MitOst, angefangen von länderübergreifenden Lesereisen über internationale Seminare bis hin zu Film- und Theaterfestivals, zahlreiche Projektideen umsetzen.
MitOst e.V. im Internet: www.mitost.org
10. Ausgabe (Oktober 2011)
SIMEP 2011 - "Europa, wir greifen nach den Sternen!"
Was ist die SIMEP?
Die Simulation Europäisches Parlament (SIMEP) wird jedes Jahr ehrenamtlich von der Jungen Europäischen Bewegung Berlin-Brandenburg e.V. (JEB) auf die Beine gestellt. Dieses Jahr veranstalten wir die SIMEP an zwei Terminen:
- die SIMEP¹ am 30. und 31. Oktober 2011 und
- die SIMEP² am 20. und 21. November 2011.
Rund 400 Schülerinnen und Schüler schlüpfen dann in die Rolle von Europaabgeordneten. Sie können erleben wie europäische Politik und parlamentarische Abläufe in der Praxis funktionieren, wie viel Sachkompetenz, Argumentationskunst und Kompromissfähigkeit dabei gefordert sind und mit "echten" Europapolitikern diskutieren. Der Deutsche Bundestag und das Berliner Abgeordnetenhaus bilden die Schauplätze der SIMEP 2011.
Schülerinnen und Schüler können nicht nur die Arbeit von Europaabgeordneten kennenlernen. Auch als Journalisten können sie an der SIMEP teilnehmen und live über die Verhandlungen berichten. Ihre Artikel erscheinen am Ende in der SIMEP-Zeitung.Schülerinnen und Schüler der 11. bis 13 Klassen sind herzlich eingeladen, bei der SIMEP als Abgeordneter oder Journalist mitzumachen. Die Anmeldung zur SIMEP ist auf der SIMEP-Homepage möglich!
Welche Themen werden behandelt?
Die jungen Europaabgeordneten verhandeln in Fraktionen, Ausschüssen sowie im Plenum über brandaktuelle und kontroverse europapolitische Themen. Die Eurokrise, Flüchtlings- und Migrationspolitik sowie Verbraucherschutz stehen auf der Agenda der SIMEP 2011. Durch die SIMEP möchten wir Schülerinnen und Schülern zeigen, dass Politik ganz einfach ist. Ob Eurokrise oder Gentechnik - man muss kein Experte sein, um mitdiskutieren zu können und sich eine Meinung zu bilden.
Wer organisiert die SIMEP?
Die SIMEP ist das größte Projekt der Jungen Europäischen Bewegung. Wir sind ein gemeinnütziger, überparteilicher und unabhängiger Jugendverband. Uns verbindet der europäische Gedanke. Europa ist unsere Zukunft und die wollen wir mitgestalten! Die JEB ist Teil eines europaweiten Netzwerkes der Jungen Europäischen Förderalisten (JEF) mit mehr als 30.000 aktiven Mitgliedern in über 30 europäischen Ländern.
Wer die JEB näher kennenlernen will, ist immer bei unserem monatlichen Stammtisch sowie dem Aktiventreffen willkommen. Termine findet Ihr auf unserer Homepage.
Die SIMEP und die Junge Europäische Bewegung im Internet:
www.simep.eu
www.jeb-bb.de
9. Ausgabe (September 2011)
Europamobil
Was ist Europamobil?
Europamobil ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt, das seit 2009 in verschiedenen Regionen Europas in Kooperation zwischen der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Genshagen durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche spielerisch über die europäische Integration zu informieren und ihr Interesse für Europa zu wecken. Europamobil sensibilisiert die Schüler für die Chancen, die ihnen die Europäische Union bietet, über die Landesgrenzen hinaus "mobil" zu werden. Durch die Zusammenarbeit von Schülern und Studenten lernen die Jugendlichen die Nachbarländer und ihre Menschen besser kennen und verstehen, so dass das Engagement für die EU und die Begeisterung für die europäische Idee zunehmen und Europa weiter zusammenwachsen kann.
Jedes Jahr kommen 20 Studierende aus der ganzen EU für das Projekt zusammen. Die Ausschreibung richtet sich bevorzugt an Studierende mit Europa- oder Politikschwerpunkt aus allen EU-Mitgliedsländern, aber auch Studierende anderer Fachrichtungen sind willkommen. Sehr gute Englischkenntnisse, sowie gute Kenntnisse in Französisch und/oder Deutsch sind wünschenswert. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Begeisterung für Europa und europäische Themen.
Der Auftakt des Projekts wurde 2009 in Brandenburg (Deutschland) gemacht, 2010 fuhr das Europamobil in die Ile-de-France (Region um Paris, Frankreich), bevor es 2011 zurück nach Brandenburg kam. 2012 wird Europamobil Schulen in Masowien, der Region rund um die polnische Hauptstadt Warschau, besuchen.
2011 kamen 19 Studierende eine Woche lang im Schloss Genshagen zusammen, um Workshops zu europäischen Themen vorzubereiten: "Finanz- und Währungskrise", "Institutionen der EU", "Kulturelle Vielfalt in Europa" und "Migration" stehen auf dem Stundenplan von Schülern der Sekundarstufe I von elf Brandenburger Schulen, die vom 15. bis 29. September 2011 mit einem Bus - dem Europamobil - besucht werden. Die Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am Freitag, den 30. September 2011, um 14.00 Uhr im Schloss Genshagen präsentiert.
Wer organisiert Europamobil?
Europamobil ist ein Projekt der Stiftung Genshagen und der Robert Bosch Stiftung. Es wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung und dem Land Brandenburg. Die Stiftung Genshagen mit Sitz in Brandenburg fördert den zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Deutschen, Franzosen und Polen. In Kooperation mit Partnern werden Tagungen, Seminare und Jugendprojekte in den beiden Arbeitsbereichen "Kunst- und Kulturvermittlung in Europa" und "Europäischer Dialog" durchgeführt.
Die Robert Bosch Stiftung wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.
Europamobil im Internet: www.europamobil-online.eu
8. Ausgabe (August 2011)
Moviemiento - Short Films on the road
"Moviemiento" ist ein gemeinnütziger Verein. Der Name ist Wortspiel und gleichzeitig Programm, denn bei uns dreht sich alles um Film und Bewegung. Moviemiento ist ein reisendes Kurzfilmfestival, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den jungen europäischen Film zu fördern. Über die universelle Sprache des Mediums möchten wir einen interkulturellen Austausch zwischen jungen europäischen Filmemachern und einem interessierten Publikum anregen.
Mobilität ist eines der zentralen Themen, um die es sich bei unseren Projekten dreht. Zum einen setzen sich die Filme, die wir für unsere Programme aussuchen, inhaltlich mit dem Thema Mobilität auseinander, zum anderen verwirklichen wir durch den mobilen Charakter unseres Festivals selber den Gedanken eines grenzenlosen Europas.
Die Idee eines reisenden Festivals ist Ausdruck des europäischen Gedankens der Integration. Dieser ist durch die Osterweiterung der Europäischen Union aktueller denn je. Moviemiento sieht sich als Teil der bestehenden europäischen Filmkultur, aber auch als Impulsgeber für den Austausch von neuen Ideen durch das Element der Mobilität. Dabei widmet sich das Festival ausdrücklich dem Kurzfilm, der sich zunehmend als eigenständige, künstlerisch wertvolle Gattung etabliert. Mit Moviemiento leisten wir unseren Beitrag zu dieser Anerkennung und zur Befreiung des Kurzfilms von dem Stigma des bloßen Übungsmediums für den filmischen Nachwuchs.
Seit 2003 haben wir mit dem mobilen Kino zwölf europäische Länder besucht: Während des Projekts Moving Baltic Sea segelten wir mit einem internationalem Team von Rostock bis nach St. Petersburg und veranstalteten in fünf Hafenstädten jeweils viertägige Festivals. Im Rahmen des Projekts Kinomobilny radelten wir anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Mauerfalls mit einem umgebauten Wohnwagen die deutsch-polnische Grenze entlang und zeigten ein deutsch-polnisches Filmprogramm. Schließlich bereisten wir vier Monate lang die Andenländer Peru, Bolivien und Ecuador, wo wir jungen Mädchen das Filmemachen beibrachten.
Grundlegend für unsere Arbeit ist die Kooperation mit internationalen Partnern. Für die Durchführung unserer Projekte arbeiten wir immer eng mit Organisationen, die sich auf ähnliche Weise wie wir engagieren, vor Ort zusammen. Der interkulturelle Dialog und der Austausch von Erfahrungen sind uns auch auf organisatorischer Seite besonders wichtig. So entstand über die Jahre hinweg ein breites Netzwerk an Partnerorganisationen, mit denen auch in Zukunft wieder neue Projekte in Planung sind. Genauso wichtig ist uns der internationale Charakter unseres Basisteams, das in Berlin sitzt. Auch hier arbeiten junge Menschen aus verschiedenen Teilen Europas und der Welt zusammen. Unsere Arbeitssprache ist deswegen oft Englisch. Der Verein begrüßt ehrenamtliches Engagement und freut sich über neue Interessierte.
Moviemiento im Internet: www.moviemiento.org
Moving Baltic Sea im Internet: www.movingbalticsea.org
Kinomobilny im Internet: www.kinomobilny.org
7. Ausgabe (August 2011)
Trialog - Netzwerk junger Ideen e.V.
Unser Netzwerk junger Ideen ist seit 2005 ein eingetragener Verein. Der Trialog versteht sich als Basis und Kompetenz-Netzwerk für die Durchführung bi- und trinationaler Projekte: Unser Ziel ist es, durch gemeinsame Projektarbeit das Verständnis zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Mittelost- und Osteuropa zu fördern. Wir wollen miteinander und voneinander lernen. Unser Verein besteht aus jungen Berlinern, die es über die östlichen Grenzen unseres Landes zieht. In langjähriger Erfahrung haben wir ein Netzwerk von Berlin über Polen und die Ukraine hinweg bis nach Sibirien geknüpft. Unsere einzelnen Projekte sind eigenständig. Sie werden von wechselnden Teilnehmern aus den verschiedenen Ländern selbst organisiert. Der Trialog bietet die nötige Hilfe und Unterstützung. Wir vermitteln den Projektteilnehmern das nötige Wissen zur Projektplanung und -durchführung. Wie man für Projekte Gelder beantragt, lernen die Unternehmungslustigen und Lernwilligen während der Projekte selbst. Erfahrene Vereinsmitglieder stehen den neuen Projektaktiven zur Seite.
Unsere Methoden reichen von politischen Planspielen und Simulationen über Diskussionen mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik bis hin zu Filmproduktionen. Wir wollen in trinationalen Konstellationen Gedanken und Ideen austauschen und natürlich mit Spaß kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken.
Trialog baut dir eine Brücke...
...drüber gehen musst Du selbst! Entlang dieses Leitsatzes haben wir bereits Projekte in der Ukraine, Polen, Deutschland und verschiedenen Regionen und Republiken der Russischen Föderation durchgeführt. Dabei stehen unsere Arbeitsgruppen allen Jugendlichen offen.
An unserem Rasnoobrasie-Projekt nahmen deutsche, polnische, belarussische, tatarische, russische und russlanddeutsche Jugendliche teil. Rasnoobrasie, auf Deutsch Vielfalt, war nicht nur Thema, sondern wurde direkt im Projekt gelebt und miteinander diskutiert. Neben Seminaren und Vortragsreihen zu den Themen kulturelle Vielfalt und Minderheitenschutz, Menschenrechte und Freiheit des Wortes, Großer Vaterländischer Krieg/Neostalinismus, Stalingrad und Erinnerung, sind bei unseren Austauschreisen auch der Alltag der Menschen im anderen Land, ihre Kultur und ihre Sorgen von Interesse. Unsere Themen sind eingebettet in den Kontext regionaler Politik, Kultur und Wissenschaft. So auch beim jüngsten Kind von Trialog: der Initiative "Deutsch-Krimtatarischer Dialog".
Der Deutsch-Krimtatarische Dialog
Die Idee zur Initiierung dieses Projektes entstand bei Veranstaltungen der Initiative Mittel- und Osteuropa (InMOE) auf der Krim sowie Veranstaltungen von Trialog und der Gesellschaft für OSTEUROPA-FÖRDERUNG in Berlin, auf denen tatarische Literatur und Musik vorgestellt wurden. Ziel ist es, die Zivilgesellschaft auf der Krim - vor allem Jugendverbände, Kulturzentren und Bildungseinrichtungen - mittels gemeinsamer Projekte mit west- und mitteleuropäischen Institutionen zu vernetzen. So machen wir auf die Probleme der aus den Deportationsgebieten heimgekehrten Krimtataren aufmerksam. Wir unterstützen durch Jugendaustausch und Wissenstransfer die krimtatarischen NGO´s und die Stärkung der Zivilgesellschaft der Ukraine insgesamt.
Die Krimtataren sind nach kompletter Deportation unter Stalin und partieller Heimkehr nach dem Zerfall der Sowjetunion mit immensen Problemen konfrontiert: Islamophobie, Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, Mangel an muttersprachlichen Bildungsmöglichkeiten, Aufbau der krimtatarischen Bildungs- und Kulturinstitutionen nach der völligen Vernichtung durch die Sowjetdiktatur und Infrastrukturdefizite in den neuen teils informellen Siedlungen auf der Krim. Jede Idee für Hilfe, Austausch und Vernetzung ist da willkommen!
Unterwegs lernen und vernetzen
Die vielen Projekte von Trialog wären nicht möglich ohne die Unterstützung diverser Stiftungen und Institute sowie der Einbettung in ein starkes Netzwerk von Gleichgesinnten. Für die Vernetzung mit Partnern in Osteuropa können wir uns auf die Initiative Mittel- und Osteuropa e.V. (InMOE) verlassen. Die InMOE hat bisher 26 Mitgliedsvereine in Polen, Deutschland, Belarus, der Tschechischen Republik und der Ukraine. Sie kann viele Interessenten verbinden, Kontakte herstellen und als Plattform für Austausch genutzt werden - Austausch, der Spass macht, farbig, turbulent und inspirierend sein kann!
Trialog im Internet: www.trialog-online.org
Deutsch-Krimtatarischer Dialog im Intrnet: www.qirimdialog.wordpress.com
6. Ausgabe (Juli 2011)
djo - Deutsche Jugend in Europa
Was sind die Ziele der djo-Deutsche Jugend in Europa?
Als Dachverband setzt sich die djo-Deutsche Jugend in Europa für ein geeintes, demokratisches Europa auf föderativer Grundlage ein. Wir arbeiten als föderal und demokratisch aufgebauter Verband auf der Basis freiwilliger, ehrenamtlicher Jugendarbeit. Wir sind hauptsächlich aktiv in der außerschulischen Bildungsarbeit, Freizeitgestaltung, Kulturarbeit, Integrationsarbeit und der internationalen Jugendarbeit.
Unser Anliegen ist es, Jugendliche zu Brücken zwischen Menschen, Volksgruppen und Völkern zu machen. Als Verband bestärken wir sie darin, unterschiedliche Wertvorstellungen zu akzeptieren und gegenseitige Hilfe zu leisten. Wir fördern ihre Toleranz und Partnerschaft mit Menschen unterschiedlichster ethnischer, religiöser, sozialer, wirtschaftlicher und weltanschaulicher Herkunft. Wir setzen uns für eine gleichberechtigte Anerkennung und Teilhabe der Migrantenjugendverbände und Migrantenselbstorganisationen ein.
Wie sind wir vernetzt?
Der internationale Jugendaustausch - besonders mit Osteuropa - gehört zu unseren Kernaktivitäten. Derzeit sind es jährlich ca. 100 Jugendbegegnungsprojekte, die allein über den Bundesverband abgewickelt werden. Intensiv ist der Austausch mit der Russischen Föderation in den vergangenen Jahren geworden. Außerdem liegt ein inhaltlicher Schwerpunkt in der kulturellen Jugendarbeit.
Wir haben viele Kontakte zu verschiedensten Jugendorganisationen und Trägern der Kulturarbeit in ganz Europa. In den letzten Jahren ist der Jugendaustausch zum Thema Migration und Integration hinzugekommen. Deshalb intensiviert sich die Zusammenarbeit mit der Türkei und dem Kaukasus.
Mit welchen Projekten waren wir bisher erfolgreich?
Das Deutsch-Polnisch-Ukrainische Forum (22.04. - 26.04.2010) in Breslau ermöglichte den fachlichen Austausch von verschiedensten Organisationen aus Deutschland, Polen und der Ukraine. An der Konferenz nahmen rund 60 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Organisationen und Einrichtungen der drei Länder teil.
Der Fachkräfteaustausch zum Thema "Politische Partizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund" vom 30.03.2010 - 04.04.2010 in Diyarbakir war eine Begegnung von Multiplikatoren aus Deutschland und der Türkei. Sie ermöglichte einen Austausch über die aktuellen Rahmenbedingungen und Strukturen der Jugendpolitik, insbesondere im Hinblick auf ethnische Minderheiten und Migranten. Ein Schwerpunkt der türkischen/kurdischen Präsentation lag auf der Rolle der Religion in der Türkei und die gleichberechtigte Teilhabe von ethnischen Minderheiten.
Beim Deutsch-Ukrainischen Workcamp "Archäologische Ausgrabungen & Sprache" vom 27.07.2010 bis 11.08.2010 auf dem Berg Mangup auf der Halbinsel Krim arbeiteten die Teilnehmer an archäologischen Ausgrabungen. Den thematischen Schwerpunkt bildete die lange und facettenreiche Vergangenheit der Halbinsel, die Teil der Geschichte vieler Ethnien ist. Außerdem konnten die Teilnehmer in begleitenden Tandem-Workshops die jeweiligen Partnersprachen kennenlernen bzw. ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse verbessern.
Wie können sich Jugendliche bei uns einbringen?
In der djo-Deutsche Jugend in Europa kann jeder aktiv werden, der sich mit unseren Zielen identifiziert. Wichtig sind der Spaß an der Jugendarbeit und die Lust auf Begegnungen mit Menschen. Sowohl der Bundesverband als auch die Landesverbände bieten zahlreiche Möglichkeiten aktiv zu werden. Aktuelle Angebote gibt es auf unserer Website. Unser djo-Infomagazin "Pfeil" berichtet viermal jährlich über die neuesten Jugendprojekte des Verbandes.
djo im Internet: www.djo.de
Ukrainisch-Polnisch-Deutsches-Belarus Forum im Internet: www.tri.net.pl
5. Ausgabe (Juli 2011)
Jugend bewegt Europa
Was sind die Ziele von "Jugend bewegt Europa"?
"Jugend bewegt Europa e.V." will einen Beitrag zur Bildung einer gemeinsamen europäischen Identität leisten. Als Mitglieder des 2002 gegründeten Vereins möchten wir am Zusammenwachsen Europas mitwirken. Wir sind der Meinung, dass Europa nicht ein Europa der politischen Eliten sein darf, sondern zu einem Europa der Bürgerinnen und Bürger werden muss. Deshalb setzen wir uns für die Förderung eines aktiven zivilgesellschaftlichen Engagements ein, das unerlässlich ist für die europäische Integration. Durch die Mitarbeit an verschiedenen Projekten wirken unsere Mitglieder als Multiplikatoren, indem sie ihr Wissen weitergeben und andere Jugendliche für europäische Fragen begeistern. Durch das persönliche Kennenlernen und die gemeinsame Auseinandersetzung mit spezifischen Problemen soll Europa mit seinen unterschiedlichen kulturellen und historischen Identitäten und Mentalitäten erfahrbar gemacht werden. So begleiten wir die politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen in Europa mit einem offenen und zugleich kritischen Blick.
Wie sind wir vernetzt?
"Jugend bewegt Europa" engagiert sich in zwei europäischen Netzwerken. Der Verein ist Mitglied in der "Initiative Mittel- und Osteuropa e.V.". In diesem Netzwerk arbeiten mehr als 30 Initiativen aus dem mittel- und osteuropäischen Raum zusammen, um gemeinsame Projekte durchzuführen und Erfahrungen aus der Vereinsarbeit auszutauschen. Außerdem sind wir Mitglied des deutschen Netzwerks der Anna Lindh Foundation. Gegründet durch die Euro-Mediterrane Partnerschaft fördert die Stiftung den Dialog der Zivilgesellschaft beiderseits des Mittelmeers.
Mit welchen Projekten waren wir bisher erfolgreich?
- "Melting Frontiers" (2007): An dieser multilateralen Konferenz in Berlin nahmen 30 Teilnehmer aus Zypern, Israel, Deutschland und anderen europäischen und euromediterranen Ländern teil. In verschiedenen Workshops diskutierten sie über historisches Bewusstsein, Religion, Nationalismus, interkulturelle Konflikte und Identitätsbilder.
- "Eurobus" (2007, 2009, 2010): Junge Europäer aus Polen und Deutschland reisten während zwei Wochen vor allem in kleinere Ortschaften der Zentral- und Ostukraine. Mit dem Ziel Wissensdefizite über die Ukraine abzubauen und Stereotypen beiderseits aufzubrechen, standen der non-formale interkulturelle Austausch, face-to-face-Kontakte und die Initiierung eines zivilgesellschaftlichen Dialogs im Mittelpunkt.
- "Erinnerungskultur des 20. Jahrhunderts in Polen und Deutschland" (2008-2011): Während der Seminarreihe analysieren 20 polnische und deutsche Studenten die gegenwartsbezogene Auseinandersetzung der beiden Gesellschaften mit der Vergangenheit. Den Teilnehmern wird theoretisches Wissen über das Thema Erinnerungskultur vermittelt und es werden Einblicke in die Arbeit von Museen, Gedenkstätten, Kulturschaffenden und Vertretern der Zivilgesellschaft gegeben.
Wie können sich Jugendliche bei "Jugend bewegt Europa" einbringen?
Unser Verein bietet allen Interessierten ein Dach für die Umsetzung ihrer Projektideen. Eine erste Kontaktmöglichkeit bieten unsere Vereinswebsite und die Facebook-Repräsentanz. Außerdem findet einmal monatlich ein offener Stammtisch statt. Die Realisierung von Projekten erfolgt in Projektgruppen, die unabhängigen voneinander arbeiten. Neumitgliedern und Interessierten stellen wir einen "Paten", ein projekterfahrenes Mitglied, zur Seite, das seine Kompetenzen weitergibt.
www.jugend-bewegt-europa.de
4. Ausgabe (Juni 2011)
Youth Understanding Politics
"Youth Understanding Politics" - auf Deutsch "Jugendliche verstehen Politik" - könnte für vieles stehen: Eine AG in der Schule, einen Wettbewerb. "Youth Understanding Politics" ist der Titel für eine internationale Jugendinitative: YUP - Europa durch den Dialog verbinden und verändern!
Wer sind wir?
Wir sind ein internationales Team aus mehr als sieben verschiedenen Ländern, die seit 2009 gemeinsam und ehrenamtlich Jugendbegegnungen für Jugendliche aus sechs verschiedenen Ländern Europas organisieren. Das Besondere daran? Wir sind selbst erst zwischen 18 und 20 Jahren alt, machen gerade die Schule fertig, haben angefangen zu studieren oder verbringen unsere Zeit im Ausland mit einem Freiwilligendienst.
Was machen wir?
Wir bringen im Rahmen unserer Initiative "Youth Understanding Politics" nun schon das dritte Jahr in Folge 36 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren aus Belgien, Deutschland, Moldau, Rumänien, Slowenien und der Ukraine zusammen. Dabei wollen wir dazu beitragen, dass Jugendliche Politik verstehen lernen bzw. überhaupt erst eine eigene Beziehung zu dem Thema aufbauen. Daher debattieren wir im "World School Debate Style" verschiedenste Themen, schlüpfen in die Rollen von Abgeordneten und simulieren das Europäische Parlament und machen uns gemeinsam Gedanken, wie wir als Freiwillige unser eigenes Umfeld verändern können. Zehn Tage arbeiten und leben wir in einer internationalen Gruppe, die gemeinsam Neues lernt - über kulturelle und viele andere Grenzen hinweg.
Was möchten wir erreichen?
Uns ist es wichtig zu zeigen, dass auch junge Leute große Veranstaltungen, wie beispielsweise unsere Begegnungen, organisieren können. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und rufen Jugendliche auf, es uns gleich zu tun und eigene Projektideen zu entwickeln, umzusetzen und ihre eigene Stimme zu nutzen.
Das YUP-Programm wird finanziell durch das Programm JUGEND IN AKTION der Europäischen Kommission unterstützt. Ein Partner von "Youth Understanding Politics" ist der deutsche Verein"CAMPUS15 - Jugend wagt den Frieden e.V.".
3. Ausgabe (Mai 2011)
Schüler Helfen Leben
Schüler Helfen Leben e.V. ist eine Jugendorganisation, die sich für Kinder und Jugendliche in Südosteuropa einsetzt. Durch unsere größte Aktion, den Sozialen Tag, wurden in den vergangenen Jahren über 20 Millionen Euro an Spendengeldern von deutschen Schülerinnen und Schülern eingenommen. Mit diesem Betrag wurden bisher mehr als 130 Bildungs-, Friedens und Versöhnungsprojekte gefördert. Die Initiative wurde 1992 anlässlich der Jugoslawienkriege ins Leben gerufen. Obwohl inzwischen die Waffen ruhen, ist mehr als 10 Jahre nach den Kriegen noch kein Frieden eingekehrt. Der Hass gegen die ehemaligen Feinde ist immer noch zu spüren. Durch die Hilfsprojekte gibt Schüler Helfen Leben den Jugendlichen die Chance in Frieden und mit Bildung aufzuwachsen und somit eine Perspektive auf eine bessere Zukunft.
Was genau passiert am Sozialen Tag?
Das Prinzip ist ganz einfach: Statt zur Schule, gehen am Sozialen Tag jedes Jahr etwa 100 000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland für einen Tag arbeiten. Egal, ob in der Bäckerei von nebenan, beim Fahrradladen oder im Büro einer großen Firma - Jede Schülerin und jeder Schüler einer teilnehmenden Schule kann aktiv werden! Mit dem erarbeiteten Lohn ermöglichen sie, dass in Südosteuropa Jugendzentren und Kindergärten entstehen.
Wer organisiert den Sozialen Tag?
Gemeinsam arbeiten derzeit sechs Jugendliche im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres auf "ihren" Sozialen Tag am 08. Juni hin. Jeder und jede hat dabei aber seinen ganz eigenen Arbeitsbereich: Schulkommunikation, Kampagnenbetreuung, Pressesprecher, Unterstützerbetreuung, Regionalarbeit, Aktivenbetreuung. Erst mit diesen sechs Posten sind alle anfallenden Aufgaben abgedeckt - denn Schüler Helfen Leben bietet viel mehr als den Sozialen Tag! Du hast Lust, nach der Schule ein Jahr lang anzupacken? Gerne kannst du dich im Rahmen des FSJ bei Schüler Helfen Leben engagieren.
2. Ausgabe (April 2011)
Amaro Drom e.V.- interkultureller Jugendverband von Roma und Nicht-Roma
Amaro Drom e.V. ist ein interkultureller Jugendverband von Roma und Nicht-Roma, der jungen Menschen einen Raum bietet um aktive Bürger(inn)en zu werden. Wir übernehmen gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung und setzen uns ein für Achtung und gegenseitigen Respekt zwischen Roma und Nicht-Roma.
Amaro Drom e.V. ist ein basisdemokratischer Jugendverband, der jungen Menschen einen Raum der Vernetzung, des gemeinsamen Lernens und Erlebens, sowie der politischen und gesellschaftlichen Beteiligung bietet. Der Bundesverband besteht aus Landesverbänden in Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz (Terno Drom), Niedersachsen (Roma Center Göttingen), Berlin (Amaro Foro) und Baden-Württemberg (Ushten Chavalen). Der Verband ist in den Bereichen Kulturarbeit und interkultureller und internationaler Jugendaustausch sowie im Freiwilligendienst aktiv. Amaro Drom e.V. ist Teil des internationalen Netzwerks ternYpe - Interntional Roma Youth Network.
Bundesjugendvernetzung "Terne Sinti & Roma"
Mit unserem interkulturellen Ansatz, Roma und Nicht-Roma gemeinsam Projekte gestalten zu lassen, haben wir bereits Jugendliche in verschiedenen Städten Deutschlands erreichen können. Insbesondere das erste Bundesjugendtreffen Terne Sinti & Roma im Oktober 2009 in Berlin mit 60 jugendlichen Teilnehmern, traf auf eine solche Begeisterung, dass wir uns entschlossen auch 2010 ein bundesweites Jugendtreffen mit internationalen Gästen zu veranstalten. Über 120 Jugendliche reisten im September 2010 nach Duderstadt bei Göttingen. Workshops, Spiele und ein großes Kulturfestival boten den Teilnehmern die Chance sich kennenzulernen, weiterzubilden und zusammen die Zukunft zu planen. Neben Musik und Tanz standen dieses Jahr die Themen Bildung, Geschichte, Sprache und Menschenrechte im Mittelpunkt unserer Workshops. Besonders wichtig fanden es die Teilnehmenden gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Roma in Europa einzutreten. In der Kampagne "alle bleiben!" setzen wir uns für ein Bleiberecht der Roma aus dem Kosovo in Deutschland ein.
ternYpe - International Roma Youth Network
"ternYpe" wurde 2010 von Roma Jugendorganisationen aus Albanien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Polen, Slowakei, Spanien und Ungarn gegründet. Mit großem Erfolg konnte ternYpe im April 2010 den ersten europäischen Jugendgipfel in Cordoba organisieren. Das Engagement junger Roma und die Bedeutung von Jugendpartizipation wurden so deutlich. 2011 führt ternYpe in allen Ländern die Jugendkampagne "ternYpe -European Youth Campaign for ALL in ONE society" und "Be Young! Be Roma" durch.
The Roma Genocide
Im Rahmen der jährlichen Gedenkveranstaltung am 02. August 2010 an die in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma trafen sich etwa 35 junge Roma und Nicht-Roma aus Albanien, Bulgarien, Deutschland, Ungarn, der Slowakei, Spanien, Italien und Polen für ein viertägiges Seminar. Neben Zeitzeugengesprächen und einem Besuch des KZ Auschwitz-Birkenau umfasste das Programm Diskussionen über den Holocaust, Mechanismen der Ausgrenzung, des Rassismus und des Antiziganismus, sowie deren Bedeutung für die Gegenwart. Die Jugendlichen konnten sich über Wahrnehmung und Bewusstsein für die Folgen des Holocaust in unterschiedlichen Ländern austauschen. Filme, Museumsbesuche und Vorträge vermittelten wichtige Hintergrundinformationen. Das Seminar sollte das kritische Denken der jungen Menschen fördern, um ihre Zivilcourage, ihr soziales Engagement und ihre Verantwortung in der Gesellschaft zu stärken.
1. Ausgabe (April 2011)
Das Europäische Jugendparlament in Deutschland e. V.
Seit über zwanzig Jahren bietet das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren eine Plattform, um ihre Meinungen zu europapolitischen Themen zu äußern. Der gemeinnützige, überparteiliche und unabhängige Verein führt die Bürger von morgen zusammen. Hier haben sie die Möglichkeit, ihre Vorstellungen von der Gegenwart und Zukunft ihres Kontinents auszutauschen. Das Europäische Jugendparlament wird ehrenamtlich von Schülern und Studenten aus ganz Deutschland getragen und hat kein politisches Mandat. Vielmehr will es mit seiner politischen Bildungsarbeit die Zukunft Europas positiv beeinflussen. Auf seinen Veranstaltungen macht das Europäische Jugendparlament Europa für mehrere hundert Jugendliche pro Jahr erlebbar und trägt so zur Völkerverständigung bei.
Was macht das EJP?
Das Europäische Jugendparlament bietet Jugendlichen einen Raum für den Austausch ihrer Ideen. Die Veranstaltungsformate sind erweiterte Parlamentssimulationen, in denen Politik, Europa und jugendliche Begeisterung ihren Platz finden. Das EJP veranstaltet dazu nicht nur einen alljährlichen bundesweiten Wettbewerb, mit dem es jedes Jahr rund 800 Schüler und Schülerinnen dazu anregt sich mit europapolitischen Themen kritisch auseinander zu setzten, sondern auch mehrere europäische Foren. Im Jahr 2011 finden sechs dieser Foren in Deutschland statt, in deren Rahmen etwa 100 Jugendliche aus ganz Europa zusammen kommen, um ihre Visionen von einem gemeinsamen Europa zu diskutieren.
Das EJP im Netzwerk des European Youth Parliament
Seinem Ziel von grenzüberschreitender politischer Bildungsarbeit und kulturellem Austausch könnte das Europäische Jugendparlament nicht ohne ein gut ausgebautes internationales Netzwerk gerecht werden. So ist das EJP eines von 34 Nationalen Komitees unter dem Dachverband des European Youth Parliament (EYP), welches eine der größten europäischen Plattformen für politische Debatten, interkulturelle Begegnungen, politische Bildungsarbeit und den Austausch von Ideen zwischen jungen Menschen in Europa ist. Jedes Jahr erreicht das EYP auf über 90 Sitzungen bis zu 20.000 junge Europäer.
























































