Das Internationale Jugendprojekt "Eine Welt von Freunden"
1. Ausgabe/2012
Europa konkret erfahren und grenzenlos am neuen "Haus Europa" mitbauen, ist seit 1995 Ziel des Internationalen Jugendprojektes "Eine Welt von Freunden" mit Jugendlichen aus elf west- und mitteleuropäischen Gemeinden. "Vor dem Jugendprojekt war ich nur eine Französin, nun bin ich ein europäisches Mädchen". Treffend brachte Julia Berthel (Marmoutier) auf den Punkt, was Intention des Jugendprojektes ist, das 2011 zum 17. Mal stattfand, von der Sasbacher Partnergemeinde Marmoutier ausgerichtet wurde und das Thema hatte: "Landschaften und Kulturerbe im Herzen Europas".
Das Jugendprojekt wurde 1995 in Sasbach konzipiert und erstmals ausgerichtet. Die Teilnehmer kommen aus folgenden Gemeinden: Rymarov, (Tschechien), Marmoutier und Villié-Morgon (Frankreich), Mapello (Italien), Ozimek (Polen), Landgraaf (Niederlande), Alytus (Litauen), Revúca (Slowakei), Nagykörös (Ungarn) Sasbachwalden und Sasbach (Deutschland).
Intention des Jugendprojektes ist, einen konkreten Beitrag und Baustein für das "Haus Europa" zu liefern und Jugendliche aus europäischen Ländern zusammenzuführen. Die Jugendlichen sollen sich aber nicht nur treffen und kennenlernen, sondern anhand eines bestimmten Themas in Theorie und Praxis mit dem Leben, der Kultur und Geschichte der jeweils ausrichtenden Gemeinde befassen. Durch das gemeinsame Arbeiten an einer Sache soll den Jugendlichen deutlich werden, dass Menschen auch gemeinsam etwas für Europa tun können, dass Grenzen nicht trennen, sondern eine Brücke zwischen Ländern und Menschen sein können. Die gemeinsam vorgenommenen Arbeiten haben auch einen öffentlichen Charakter, denn am Ende der Projekttage werden sie in einer feierlichen Zeremonie der Bevölkerung übergeben. Damit haben die Jugendlichen etwas Bleibendes geschaffen, das die Menschen in den Orten daran erinnert, dass Europa mit gutem Willen, Offenheit und Teamwork funktionieren kann und Jugendliche hierfür das beste Beispiel sind.
Bisher haben folgende Projekte stattgefunden. Die Termine bis 2014 stehen fest. Alle Projekte waren nur möglich, weil die ausrichtenden Gemeinden bedeutende finanzielle Zuschüsse aus dem EU-Förderprogramm "Jugend in Aktion" erhielten.
1995 in Sasbach (Deutschland)
1996 in Mapello (Italien)
1997 in Villié-Morgon (Frankreich)
1998 in Ozimek (Polen)
1999 in Sasbach (Deutschland)
2000 in Mapello (Italien)
2001 in Marmoutier (Frankreich)
2002 in Sasbachwalden (Deutschland)
2003 in Villié-Morgon (Frankreich)
2004 in Landgraaf (Niederlande)
2005 in Ozimek (Polen)
2006 in Sasbach (Deutschland)
2007 Mapello (Italien)
2008 Sasbachwalden (Deutschland)
2009 Alytus (Litauen)
2010 Rymarov (Tschechien)
2011 Marmoutier (Frankreich)
2012 Landgraaf (Niederlande)
2013 Ozimek (Polen)
2014 Sasbach (Deutschland)
Den Anstoß für das Jugendprojekt bildete der große Traum von dem gemeinsamen "Haus Europa", das Menschen über Ländergrenzen hinweg und für ein gemeinsames Leben in Freiheit, Frieden und Menschlichkeit "bauen" dürfen und zur Verwirklichung dieser Ziele auch müssen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich Menschen der verschiedenen Länder aus Nord und Süd, West und Ost begegnen und kennen lernen, und auf diese Weise sich auf einen Weg des gegenseitigen Verstehens und Akzeptierens begeben. Dies ist gerade mit Blick auf die Erweiterung der Europäischen Union und die Nachbarschaft von Ländern von großer Bedeutung, mit denen in der Vergangenheit durch den so genannten "Eisernen Vorhang" wenig Kontakt bestand. Die zwei Weltkriege haben Wunden und Leid hinterlassen, mit denen sich auch die junge Generation auseinandersetzen muss. Deshalb ist es wichtig und unerlässlich, Brücken zwischen Ländern und Menschen in Europa zu bauen und Menschen über Grenzen hinweg zusammenzuführen. Nur aus ganz konkreten, persönlichen Erfahrungen kann es zu mehr Toleranz, Respekt und Verständnis für den anderen kommen.
Im Youthletter stellen junge Menschen vor wie sie sich für den europäischen Gedanken einsetzen und warum Europa uns alle angeht.

























