Mittwoch, 25. Juli 2012

Finalisten im Rennen um den LUX-Filmpreis 2012 verkündet

Die drei Finalisten im Rennen um den LUX-Filmpreis 2012 stehen fest: "Csak a szél" (Nur der Wind), "Io sono Li" (Shun Li und der Poet) and "Tabu". Die Filme werden im Oktober und November in allen EU-Mitgliedsstaaten gezeigt. Der Gewinner des LUX-Filmpreises 2012 wird im November verkündet.

Das Europäische Parlament hat am 24. Juli 2012 die diesjährigen Finalisten des LUX-Filmpreises auf einer Pressekonferenz in Rom verkündet. Die drei bestplatzierten Filme wurden aus zehn europäischen Produktionen ausgewählt, die zuvor auf dem 47. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary im tschechischen Karlsbad für den Filmwettbewerb nominiert worden waren. Erstmals werden die drei Finalisten des LUX-Filmpreises im Oktober und November in allen europäischen Mitgliedsstaaten gezeigt, untertitelt in den 23 Amtssprachen der EU. Der Gewinner des LUX-Filmpreises 2012 wird im November von den Mitgliedern des Europäischen Parlaments gewählt.

Die Finalisten im Rennen um den Lux-Filmpreis 2012 sind:

  • Csak a szél (Nur der Wind) von Bence Fliegauf - Ungarn, Deutschland, Frankreich
  • Io sono Li (Shun Li und der Poet) von Andrea Segre - Italien, Frankreich
  • Tabu von Miguel Gomes - Portugal, Deutschland, Frankreich, Brasilien
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Die Filme

Csak a szél (Nur der Wind) von Bence Fliegauf - Ungarn, Deutschland, Frankreich
Der Film erzählt die Geschichte einer Roma-Familie, die im ländlichen Ungarn lebt. Die Familie ist mehr denn je genötigt, ihre Existenz geheim zu halten, da Roma-Familien in ihrer Umgebung in jüngster Vergangenheit in ihren eigenen Wohnungen attackiert und niedergeschossen worden sind. Die Roma-Gemeinde kämpft nun darum, ihren Alltag inmitten der Angst  vor rassistischen Übergriffen fortführen zu können. Mari schlägt sich in ihren zwei Jobs durch. Ihre jugendliche Tochter Anna versucht sich auf ihre Schule und ihre Zeichnungen zu konzentrieren. Aber der junge Rio beschäftigt sich mit anderen Dingen. Er bereitet sich vor...

In diesem Jahr hat der Film bereits den Großen Preis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin erhalten sowie den Jury-Preis bei dem Paris Cinéma Film Festival.

Io sono Li (Shun Li und der Poet) von Andrea Segre - Italien, Frankreich
Shun Li arbeitet in einer Textilfabrik  in den Vororten Roms um ihre Dokumente zu erhalten und ihrem achtjährigen Sohn die Einreise nach Italien zu ermöglichen. Auf einmal wird sie in die kleine venezianische Stadt Chioggia geschickt, um dort als Barkeeper zu arbeiten. Bepi, ein slawischer Fischer, der von seinem Freunden "der Poet" genannt wird, ist Stammgast in der Bar. Mit der Zeit entwickeln Shun Li und Bepi eine Freundschaft, die sowohl die chinesische als auch die lokalen Gemeinde verärgert.

Tabu von Miguel Gomes - Portugal, Deutschland, Frankreich, Brasilien
In einem Wohnhaus in Lissabon wohnen drei Persönlichkeiten im selben Stock: eine temperamentvolle alte Dame, ihr kapverdisches Dienstmädchen und ein Nachbar der sich sozial engagiert. Als die alte Dame stirbt, lernen das Dienstmädchen und der Nachbar Geschichten aus ihrer Vergangenheit kennen: über Liebe und Verbrechen in Afrika.

Die Schlüsseltermine des diesjährigen LUX-Filmpreises:

  • 29. August - 9. September: Internationale Filmfestspiele von Venedig (Venice Days), Vorführung und Promotion der drei Filme
  • 16. Oktober - 20. November: LUX-Filmtage in den 27 Mitgliedsstaaten der EU (die exakten Daten variieren in den jeweiligen Ländern)
  • 5. - 16. November: Vorführung der drei Finalisten im Europäischen Parlament
  • 20. November: Abschluss des Abstimmungsverfahrens für die Mitglieder des Europäischen Parlaments
  • 21. November: Preisverleihung in Straßburg