Aktuell 2012

Frohe Weihnachten und guten Rutsch ins Neujahr!.
Das Team des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland wünscht Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013! Wir sind ab dem 3. Januar 2013 wieder für Sie da.
Wahl von Martin Schulz zum Parlamentspräsidenten
Von der Wahl von Martin Schulz zum 28. Präsidenten des Europäischen Parlaments im Januar 2012 bis zu hart erkämpften Kompromissen über den EU-Haushalt 2013 und, nach 30 Jahren Verhandlungen, ein einheitliches EU-Patent - diese und andere Höhepunkte haben wir in Bilder für Sie zusammengestellt.
10 Höhepunkte der Dezember-Sitzungswoche: Nobelpreis, EU-Haushalt, Finanztransaktionssteuer, EU-Patent
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Stellvertretend für alle EU-Bürger erhielten 20 Gäste aus ganz Europa am Mittwoch den Friedensnobelpreis im Europaparlament in Straßburg. Kurz darauf überreichte Parlamentspräsident Martin Schulz den Sacharow-Menschenrechtspreis 2012 an Vertreter der iranischen Preisträger. Am Mittwoch stimmten die Abgeordneten für einen Kompromiss zum Nachtragshaushalt 2012 und dem EU-Haushalt 2013. Verabschiedet wurde auch ein Vorschlag für ein EU-Patent.
Andreas Mavroyiannis, Vertreter der zyprischen Ratspräsidentschaft (oben) und Kommissionspräsident José Manuel Barroso
In einer Plenardebatte am Mittwoch kritisierten die EU-Abgeordneten die bislang erfolglosen Versuche der EU-Spitzen, eine Wirtschafts- und Währungsunion zu schaffen. Das derzeitige Vorgehen werde dem Geiste des Friedensnobelpreises nicht gerecht. Vor dem EU-Gipfel, der am Donnerstag in Brüssel beginnt, diskutierten sie mit Kommissionspräsident Barroso und dem zyprischen Europaminister Mavroyiannis.
Das Parlament hat am Mittwoch neue Regeln für Entscheidungen über den besten Schutz der Wohnbevölkerung vor Fluglärm und eine bessere Nutzung von Start- und Landezeitnischen verabschiedet. Ein Vorschlag zur weiteren Öffnung des Wettbewerbs bei Bodenabfertigungsdiensten von Hauptflughäfen wurde zurück an den Verkehrsausschuss verwiesen, da zusätzlicher Diskussionsbedarf über die Steigerung der Effizienz von Dienstleistungen auf Flughäfen besteht.
EU-Länder müssen sich stärker für den Schutz von Grundrechten einsetzen, inklusive der Rechte von Migranten, nationalen Minderheiten, Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenderpersonen, fordert das Parlament in einer am Mittwoch verabschiedeten Resolution. Es verlangt eine fortlaufende Bewertung der Mitgliedstaaten hinsichtlich ihrer Einhaltung der grundlegenden Werte der EU und der Rechtsstaatlichkeit.
Sechs Milliarden Euro für offene Rechnungen aus 2012, Schwerpunkt auf Wachstum und Beschäftigung sowie eine Strategie für Fehlbeträge in 2013 - dies sind die drei Hauptpunkte des Haushaltspakets, das das Parlament am Mittwoch beschlossen hat.
Elf EU-Staaten, die die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) geplant hatten, haben am Mittwoch die klare Zustimmung der Abgeordneten erhalten. Zusammen repräsentieren sie 90% des BIP der Eurozone. Das Parlament hat seit langem eine FTS verteidigt, um Finanzmarktakteure stärker für die Bewältigung der Krise, die sie ausgelöst haben, in die Verantwortung zu nehmen und um sie davon abzuhalten, übermäßige Risiken einzugehen.
Bakterien, die gegen antimikrobielle Wirkstoffe resistent sind, führen in der EU, in Island und in Norwegen zu 25.000 Todesfällen pro Jahr. In einer Entschließung, die das Parlament am Donnerstag verabschiedet hat, fordert es als Sofortmaßnahmen die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die umsichtige Verwendung bestehender Mittel und die Verbesserung der Tierhaltung.

Die Abgeordneten warnen davor, dass eine Vernachlässigung des Problems sogar einen Rückfall ins sogenannte vor-antibiotische Zeitalter zur Folge haben könnte.
Patente können zukünftig EU-weit vergeben werden ©BELGA/Science/SPQ
Erfinder in der EU werden bald endlich einen einheitlichen Patentschutz bekommen. Nach über 30 Jahre währenden Bemühungen werden die Kosten für ein EU-Patent um bis zu 80% sinken, was auch die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA oder Japan stärkt. Das Parlament hat die Kosten besonders für KMU gesenkt und die neuen Vorschriften deren Bedürfnissen angepasst. Die Abgeordneten haben die bereits mit dem Rat vereinbarten Maßnahmen am Dienstag angenommen.
Herman Van Rompuy, Manuel Barroso und Martin Schulz während der verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo
Herzlichen Glückwunsch! Die Einwohner der Europäischen Union wachten heute morgen als Nobelpreisträger auf. Am Montag hatten die Präsidenten der EU-Institutionen den Preis in oslo stellvertretend in Empfang genommen. Doch die Ehre gebührt allen EU-Bürgern. In einer speziellen Feier wird der Nobelpreis daher am Miitwoch in Straßburg an die Bürger der EU weitergereicht.  
Infografik: Potenzielle Einnahmen aus europäischer Finanztransaktionssteuer
Sollen die ersten 11 EU-Staaten mit einer Finanztransaktionssteuer voranschreiten, auch wenn andere Staaten noch nicht mitziehen wollen? Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments hatten bereits im Mai 2012 eine EU-weite Steuer auf Finanzgeschäfte gefordert. Die EU-Staaten im Ministerrat konnten sich jedoch nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Eine Gruppe aus 11 Staaten schlägt daher nun eine teilweise Einführung der Steuer vor.
Durch die Verleihung des Sacharow-Preises an zwei iranische Aktivisten, die Anwältin Nasrin Sotoudeh und den Filmemacher Jafar Panahi, anerkennt das Europäische Parlament ihr Engagement und ihre außergewöhnlichen Anstrengungen in ihrem andauernden Kampf für menschliche Würde, Grundrechte und politischen Wandel im Iran, sagte Präsident Martin Schulz während der Verleihung des Sacharow-Preises am Mittwoch in Straßburg.
Immer mehr Tiere in der EU werden unter Missachtung der geltenden Vorschriften transportiert. Deshalb müssen bestehende Regeln besser durchgesetzt, Kontrollen vermehrt und schärfere Strafen bei Verstößen eingeführt werden, fordert das Parlament in einer am Dienstag angenommenen Entschließung. Zur Vermeidung übermäßig langer Fahrten zum Schlachthof sollte die EU die Nutzung lokaler Schlachthöfe unterstützen und eine Höchsttransportdauer von acht Stunden erwägen, so die Abgeordneten.

Die Woche im EP: EU-Haushalt, Nobel- und Sacharow-Preis
Während einer Feierstunde am Mittwoch erhalten die Bürger der EU symbolisch den Friedensnobelpreis von Parlamentspräsident Martin Schulz. Wichtige Themen der letzten Plenarsitzung des Jahres sind die EU-Haushalte 2012 und 2013 und der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Dienstag und Mittwoch. Ebenfalls am Mittwoch wird der Sacharow-Menschenrechtspreis an Vertreter der iranischen Menschenrechtsaktivisten Nasrin Sotoudeh und Jafar Panahi verliehen.
Friedensnobelpreis im Live-Stream
Am Montag nehmen vier EU-Bürger und die Präsidenten des EU-Parlaments, der EU-Kommission und des Europäischen Rates stellvertretend für die EU den Friedensnobelpreis in Empfang. Die zweistündige Zeremonie im Rathaus von Oslo wird ab 13:00 Uhr live auf der Webseite des Europaparlaments übertragen. Zwei Tage später wird der Preis dann im Europäischen Parlament in Straßburg symbolisch an die Bürger der EU überreicht.
Aktuell-2012-Dezember
Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU am Montag, den 10. Dezember 2012
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Die Europäische Union wird mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist nicht nur als Anerkennung für vergangene Leistungen zu verstehen, sondern auch als Ermutigung für gegenwärtige und zukünftige Aufgaben.
Verleihung des LUX-Filmpreises 2012
Während der November-Sitzung warnten die EU-Abgeordneten die Staatschefs der Union davor, die Gemeinschaft mit drastischen Kürzungen des langfristigen Rahmenhaushalts zu lähmen. Auch begrüßten sie den Waffenstillstand im Gaza-Streifen. Tonio Borg wurde als neuer EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz bestätigt. Der LUX-Filmpreis 2012 ging an den Italiener Andrea Segre für seinen Film "Io sono Li".
Klimagipfel in Doha
Die UN-Klimakonferenz in Doha (COP 18) sollte die EU und andere Staaten anspornen, ihre Bemühungen zur Eindämmung der globalen Erderwärmung zu verstärken, verlangte das Europäische Parlament in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung. Eine Mehrheit sprach sich für ein Einsparungsziel von 30 % bis 2020 aus.
Kasachstan
Kasachstan muss Demokratie, die Achtung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit verbessern, wenn es seine Beziehungen mit der EU vertiefen will, so die Abgeordneten in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung zu den Verhandlungen für ein vertieftes Partnerschafts- und Kooperationsabkommen.
Europawahlen 2014
Vor den nächsten Europawahlen sollten die europäischen politischen Gruppierungen eigene Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten vorschlagen, fordern die Abgeordneten in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution, in der sie ebenfalls verlangen, die Wahlen von Juni auf Mai 2014 vorzuziehen.
Schiefergas
Die beginnende Exploration von Schieferöl und -gas in einigen EU-Ländern sollte einen stabilen Rechtsrahmen bekommen, forderte das Parlament in zwei Entschließungen, die es am Mittwoch verabschiedete. Mitgliedstaaten sollten in Bezug auf nicht konventionelle fossile Brennstoffe Vorsicht walten lassen, bis die laufende Analyse des EU-Gesetzgebung abgeschlossen ist, sagten die Abgeordneten.
Holzimporte aus Russland
Für die EU-Holzindustrie, darunter Zulieferer für die Bauindustrie sowie Papierhersteller, sinken die Preise für Fichten- und Kiefernholz aus Russland. Das ermöglicht ein Abkommen, dem das Parlament am Mittwoch zugestimmt hat.
Tonio Borg, der von Malta nominierte Kommissionskandidat, der John Dalli als Kommissar nachfolgen soll, erhielt heute von den Abgeordneten ein positives Votum. Sie stimmten seiner Ernennung mit 386 zu 281 Stimmen bei 28 Enthaltungen zu.
Rechenschaftspflicht
Wenn mehr Befugnisse auf die EU-Ebene übertragen werden, um die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zu stärken, so muss hiermit eine verstärkte Rechenschaftspflicht einhergehen, so eine am Dienstag angenommene Entschließung. Die Abgeordneten betonen, dass, obwohl eine vollständige WWU Änderungen des Vertrags bedarf, Fortschritte auch innerhalb der geltenden Regeln möglich sind. Auch sollten die Mitglieder der WWU einen "Sozialpakt" annehmen, um Beschäftigungsbedenken auszuräumen.
Terrorismusbekämpfung
Für Terroristen wird es schwieriger, Zutaten für selbstgemachte Bomben zu kaufen, dank neuer Vorschriften, die den Zugang der Öffentlichkeit zu solchen Substanzen einschränken. Nach den neuen Regeln, die das Parlament am Dienstag verabschiedet hat, muss jeder Käufer eine Genehmigung für Chemikalien mit hohem Risiko und in hohen Konzentrationen vorweisen. Selbst hergestellte Explosivstoffe wurden bei vielen Terrorangriffen verwendet, wie bei den Bombenattentaten in Norwegen im vergangenen Jahr.
Mehr Sicherheit für Motorräder
Das Europäische Parlament hat am Dienstag neue Vorschriften verabschiedet, um Motorräder sicherer und umweltfreundlicher zu machen. Sie gelten ab 2016 für alle zwei- oder dreirädrigen Fahrzeuge mit Antriebssystem, sowie für leichte und schwere Straßen-Quads und Vierradmobile.
Alain Lamassoure, Vorsitzender des Haushaltsausschusses, und EP-Präsident Martin Schulz
Die Regierungen der EU-Staaten können sich nicht auf einen Kompromiss über den Nachtragshaushalt 2012 einigen. Rechnungen und bereits eingebuchte Zahlungen an EU-Staaten bleiben unbezahlt. Bedroht ist etwa das Austauschprogramm Erasmus. Das Europäische Parlament hat daher beschlossen, die Verhandlungen mit dem Ministerrat über den EU-Haushalt 2013 abzubrechen.
Die Woche im EP: Anhörung mit Tonio Borg, Emissionshandel, Geldwäsche
Ein Höhepunkt der Woche ist die Anhörung des designierten EU-Kommissars für Gesundheit und Verbraucherschutz Tonio Borg im Europaparlament. Diskutiert wird auch mit den Finanzministern aus Spanien und Griechenland. Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen die Zukunft des EU-Emissionshandels und Strategien gegen Geldwäsche. Parlamentspräsident Martin Schulz lädt 15 Staats- und Regierungschefs ein, um die EU-Kohäsionspolitik zu besprechen.
Wie frei sind Medien in der EU?
Wie steht es um die Medienfreiheit in Europa?
Deutschland, Italien, Ungarn - Beispiele für Versuche, die Medienfreiheit einzuschränken finden sich in vielen Staaten Europas. Am 6. November veranstaltete das Europäische Parlament daher eine Anhörung mit Politikern und Medienexperten. Eingeladen hatten die rumänische Liberaldemokratin Renate Weber, die an einem Bericht zur Medienfreiheit in Europa arbeitet, und der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten.
EP-Präsident Martin Schulz
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, hat am Freitag, 9. November 2012 bei der Veranstaltung "Die Europa-Rede" im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages gesprochen.
root (30/06/2009).
Die US-Präsidentschaftswahl überschattet die Ausschusswoche im Europaparlament. Doch auch der Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beschäftigt die EU-Abgeordneten. Abgestimmt wird auf Ausschussebene über Regeln für EU-Flughäfen und den Globalisierungsfonds der EU. Diskutiert werden die Mittel für das EU-Austauschprogramm Erasmus.
Europäische Bürgerinitiative kämpft mit Hindernissen.
Unter großen Erwartungen startete Anfang April 2012 die Europäische Bürgerinitiative. Wie steht es um die ersten Initiativen ein halbes Jahr später? Etliche Projekte haben noch nicht mit dem Sammeln von Unterschriften begonnen und kämpfen mit administrativen Tücken.
Bundeskanzlerin Merkel im Europäischen Parlament
Die EU muss den Mut zu mehr Reformen finden, und zu verstärkter Integration, forderte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch vor den Abgeordneten. Sie unterstrich die Notwendigkeit, den Euro zu schützen. Die EP-Fraktionsvorsitzenden verlangten von ihr mehr Ehrgeiz, vor allem bei der Verteidigung eines soliden EU-Haushalts, und forderten, nicht einzig auf Sparmaßnahmen zu bestehen. Eine Minderheit von Abgeordneten bezeichnete den Euro als eine Zwangsjacke.
Die deutschen Gewinner des Europäischen Bürgerpreises 2012, Foto:© Jens Schicke
Der Bürgerpreis des Europäischen Parlaments 2012 wurde am 29. Oktober im Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Berlin verliehen. Ausgezeichnet wurden fünf deutsche Projekte, um deren außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement zu ehren.
Höhepunkte des Plenums: Sacharow, EU-Haushalt, EZB-Kandidat, Binnenmarkt.
EU-Abgeordnete wollen, dass die EU-Staaten bei den Verhandlungen über den EU-Haushalt mit offenen Karten spielen. Die Regierungen der EU-Staaten könnten nicht Mittel kürzen, mit denen Projekte finanziert werden, die die Mitgliedsstaaten zuvor eingefordert hatten. Auch kritisierten die Abgeordneten die langsamen Fortschritte bei der Bankenunion und dem einheitlichen europäischen Luftraum.
Jafar Panahi und Nasrin SATOUDEH - Sacharow-Preisträger 2012 
© Europäische Union 2012 EP und © Handout / afp / Europäische Union 2012 EP
Zwei iranische Aktivisten, die Anwältin Nasrin Sotoudeh und der Filmemacher Jafar Panahi, haben gemeinsam den diesjährigen Sacharow Preis für geistige Freiheit des Europäischen Parlaments gewonnen. Sie wurden von Präsident Martin Schulz sowie den Fraktionsvorsitzenden am Freitagmorgen ausgewählt.
Investoren sollten besseren Schutz genießen und der Finanzmarkthandel fairer werden. Entsprechende EU-Vorschriften hat das Parlament am Freitag angenommen. Diese Regeln gelten für alle Wertpapierfirmen und für alle Finanzinstrumente, von Schuldverschreibungen bis hin zu Warenderivaten. Die Abgeordneten verschärften auch die vorgeschlagenen Regeln zum Hochfrequenzhandel.
Die wirtschaftspolitische Koordinierung auf EU-Ebene muss politischer und demokratischer werden sowie den Kreis der Beteiligten erweitern, fordern die Abgeordneten in einer am Freitag verabschiedeten Resolution, in der sie die wirtschaftspolitische Koordinierung im Jahr 2012 beurteilen. Sie fordern alle nationalen Parlamente auf, sich stärker einzubringen und drängen die Kommission, näher zu prüfen, wie jedes Land die ihm vorgelegten Empfehlungen befolgt.
Die bilateralen Beziehungen zwischen der EU und Russland, dem drittgrößten Handelspartner der EU, werden weiter verbessert durch die Verankerung Russlands im multilateralen Handelssystem, solange das Land dessen Regeln achtet, sagt das Parlament in einer Entschließung, die am Freitag per Handzeichen verabschiedet wurde. Die Abgeordneten betonen allerdings, dass Russland im Vorfeld seines WTO-Beitritts im August 2012 noch eine Reihe potenziell handelsbeschränkender Maßnahmen eingeführt hat.
Die EU soll Gespräche über ein Freihandelsabkommen mit Japan starten, forderten die Abgeordneten am Donnerstag, und wiesen darauf hin, dass vertiefte Handelsbeziehungen viele Arbeitsplätze schaffen und einen Wachstumsschub bringen könnten. Die Gespräche sollten allerdings unterbrochen werden, falls Japan sich weigert, Handelsschranken in Schlüsselbereichen wie dem Automobilsektor abzubauen.
EU-Bürger können die Vorteile des Binnenmarktes noch immer nicht uneingeschränkt nutzen, betonen die Abgeordneten in einer am Donnerstag angenommenen Entschließung. Als Beispiele nennen sie die Zulassung von PKW, die Eröffnung von Bankkonten oder die Anerkennung beruflicher Qualifikationen im Ausland. Schuld sei das Zögern der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung von EU-Gesetzen, deren mangelhafte Koordinierung untereinander und die ungenügende Aufklärung der Bürger über ihre Rechte.
Der Europäische Rat ist auf dem vergangenen EU-Gipfel seiner Verantwortung nicht gerecht geworden, sagten die meisten Fraktionsvorsitzenden am Dienstag. Die EU sollte ehrgeiziger bei der Bankenaufsicht und dem langfristigen Haushalt auftreten, und sich nicht ausschließlich auf Sparmaßnahmen konzentrieren, so die Abgeordneten während der Plenardebatte zu den Gipfelergebnissen. Auch die Frauenquote in der Europäischen Zentralbank war Thema der Diskussion.
2013 wird das Jahr der Bürgerinnen und Bürger in Europa
Das Parlament stimmte am Dienstag dafür, das Jahr 2013 zum "Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger" zu ernennen, um das Bewusstsein für Bürgerrechte im Zusammenhang mit der Unionsbürgerschaft zu heben. Veranstaltungen werden im Laufe des Jahres organisiert werden, um die Rechte der Bürger, welche in einem anderen Mitgliedstaat studieren, arbeiten, ein Unternehmen gründen oder ihre Pension erhalten, zu erklären.
Die nationalen Flugsicherungssysteme für den europäischen Luftraum müssen dringend zusammengeführt werden, um das Netz zu entlasten, die Sicherheit zu verstärken, Flugzeiten und Verspätungen zu verringern, Arbeitsplätze zu schaffen sowie CO2-Emissionen und Kosten zu senken, fordern die Abgeordneten in einer am Dienstag per Handzeichen angenommenen Entschließung.
Fahrgäste aller Transportmittel müssen schnell Informationen und Hilfe bei Betriebsstörungen erhalten, fordern die Abgeordneten in einer Entschließung, die am Dienstag per Handzeichen angenommen wurde. Zudem müsse nicht-diskriminierender Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität in allen Verkehrsmodi sichergestellt werden. Die EU-Parlamentarier fordern die Europäische Kommission weiter auf, Beschwerdeverfahren zu verbessern und gegen unlautere Preisbedingungen vorzugehen.
In einer am Dienstag angenommenen Entschließung fordern die Abgeordneten, dass Gespräche über ein mögliches Handelsabkommen mit den USA Anfang nächsten Jahres beginnen. Sie weisen auf das enorme Potenzial für Wachstum und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks hin, unterstreichen jedoch auch, dass die Interessen der EU, insbesondere im Agrarsektor, geschützt werden müssen.
Das Europäische Parlament hat heute der Vergabe von Hilfsmitteln aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zugestimmt. Die Finanzbeiträge kommen fast 8.000 ehemaligen Beschäftigten in sieben Ländern zugute, die ihre Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren wegen der weltweiten Krise verloren haben.
Besserer Schutz für EU-Bürger im Ausland
Die diplomatischen und konsularischen Dienste aller EU-Mitgliedstaaten müssen EU-Bürgern im Ausland den gleichen Schutz wie den eigenen Staatsangehörigen gewähren, forderten die Abgeordneten am Donnerstag. Sie verlangen ebenfalls, dass EU-Delegationen vor Ort bei der Verstärkung des Schutzes von EU-Bürgern eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
Der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz verurteilte aufs Schärfste die Schüsse auf Malala Yousafzai, eine 14-jährige Pakistanerin, die sich für Schulbildung für Mädchen einsetzte. Schulz wünschte ihr eine vollständige und schnelle Genesung in Großbritannien und sprach die Hoffnung aus, sie werde junge Frauen auf der ganzen Welt inspirieren.
Mehr Geld für Forschung und Wettbewerbsfähigkeit in künftigen EU-Haushalten, so wie es die Mitgliedstaaten auf dem Gipfel im Juni 2012 einstimmig versprochen hatten, forderte das EU-Parlament in einer am Dienstag verabschiedeten Entschließung. Die Abgeordneten warnten die Regierungen davor, die Mittel für wachstumsfördernde Politikbereiche zu kürzen, wenn sie ihre Positionen für die abschließende Verhandlungsrunde für den nächsten langfristigen EU-Haushalt festlegen.
Die Wirtschaftskrise betrifft alle Europäer, aber wie berichtet man darüber, ohne sein Publikum zu überfordern? Wie erklärt man komplexe Strategien gegen die Krise? Diesen Fragen stellen sich 111 junge Journalisten aus der EU und dem Balkan während der Europäischen Jugendmedientage vom 16. bis zum 18. Oktober im Europäischen Parlament. Unsere Bildergalerie stellt einige Teilnehmer vor.
Mutiger Schritt oder schlechter Scherz?
Der Vorsitzende des norwegischen Nobelpreiskomitees Thorbjoern Jagland
Friedensnobelpreise sind oft umstritten. Die Auszeichnung für die EU macht da keinen Unterschied. Viele EU-Abgeordnete begrüßten die Entscheidung als willkommene Unterstützung in Zeiten der Krise, andere hingegen sehen die Ehrung mit Skepsis.
Diese Woche im EP: Asyl, Offshore-Ölförderung, Schutz von Kindern im Internet
 (19/09/2012).
Kurz vor der Plenarsitzung in Straßburg treffen sich diese Woche in Brüssel die Ausschüsse des Europaparlaments. Auf der Tagesordnung stehen Debatten zur Zukunft der Wirtschaftsunion, zum Kampf gegen das organisierte Verbrechen und zum Umgang Jugendlicher mit Medien in Europa. EP-Präsident Martin Schulz besucht am Montagabend München und bereitet seine Rede für den EU-Gipfel am Donnerstag vor.
Infografik: 20 Jahre EU-Binnenmarkt
Infografik: 20 Jahre EU-Binnenmarkt
"Der Binnenmarkt hat das Leben von rund 500 Millionen Menschen verbessert. Wir reisen, studieren und arbeiten heute anders als zuvor", sagte Parlamentspräsident Martin Schulz im Vorfeld der Binnenmarktwoche, die europaweit vom 15. bis 19. Oktober 2012 gefeiert wird.
Friedensnobelpreis 2012 für die EU
Die Europäische Union hat am Freitag, 12. Oktober, den Friedensnobelpreis 2012 erhalten. Das Nobelkomitee in Oslo erklärte, die EU habe aus einem Kontinent des Krieges einen Kontinent des Friedens gemacht.
Europäischer Jugendkarlspreis 2013
Heute wurde das Auswahlverfahren für den Europäischen Jugendkarlspreis 2013 eröffnet. Mit diesem Preis werden junge Menschen ausgezeichnet, die mit Projekten die Verständigung zwischen Menschen aus ganz Europa fördern. Der Einsendeschluss für Projektvorschläge ist der 28. Januar 2013.
Gewinner des Jugendkarlspreis 2012: Renata Kopřivová (vl), Eleftheria Makri und Daniel Vérten
Die Zeiten sind hart, keine Fragen. Umso besser, wenn junge Europäer spannende Ideen und Projekte in die Tat umsetzen. Nicht an den Umständen verzweifeln und einfach mal probieren, raten die drei Gewinner des Jugendkarlspreises 2012. Zu Besuch im Europaparlament trafen sie auch Präsident Martin Schulz und stellten ihre Projekte im Kulturausschuss vor.
20 Jahre Binnenmarkt - 20 akute Probleme
Vor 20 Jahren wurde der europäische Binnenmarkt geschaffen und umfasst heute mehr als 500 Millionen Verbraucher - doch ihre Erwartungen werden nicht immer erfüllt. Ende September forderten Abgeordnete der Ausschüsse für Verbraucherschutz und Binnenmarkt Lösungen für drängende Probleme wie die mangelhafte Anerkennung beruflicher Qualifikationen, Hürden beim Eröffnen eines Kontos oder der Anmeldung eines Autos in anderen EU-Ländern.
Diese Woche im EP: Asyl, Offshore-Ölförderung, Schutz von Kindern im Internet
 (19/09/2012).
Der Haushaltsausschuss wird über die Vorschläge der Kommission zum EU-Haushalt 2013 abstimmen. Ein Seminar im Parlament soll Journalisten mit den Details und Fallstricken der EU-Agrarreform vertraut machen. Acht Abgeordnete sind in Georgien, um die Präsidentschaftswahlen zu beobachten. Eine Debatte mit nationalen Abgeordneten über Gleichstellung der Geschlechter steht ebenfalls auf dem Programm.
Der für Mehrsprachigkeit zuständige Vizepräsident
des Europaparlaments: Miguel Angel Martínez
Sollte Englisch die Lingua Franca Europas werden? Miguel Angel Martínez' Antwort könnte nicht deutlicher sein. "Ich würde alles tun, um eine solche Katastrophe zu verhindern", sagte der für Mehrsprachigkeit zuständige Vizepräsident des Europaparlaments. Und er steht zu seinem Wort. Während eines Chats auf der Facebook-Seite des Parlaments beantwortete er Fragen in der Sprache, in der sie gestellt wurden.
Ausschusswoche in Brüssel
Stärkere Vernetzung der EU-Wirtschaft und das Funktionieren des Binnenmarktes dominieren die Woche im Europaparlament. Die Abgeordneten im Wirtschaftsausschuss diskutieren eine Bankenunion und wie sich Insiderhandel und Marktverzerrungen bekämpfen lassen. Der Kampf gegen Korruption steht im Ausschuss für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen auf der Tagesordnung. Am Dienstag stellen drei Ausschüsse gemeinsam die Kandidaten für den Sacharow-Preis für geistige Freiheit des Parlaments vor.
Ausschusswoche in Brüssel
Diese Woche diskutieren EU-Abgeordnete im Wirtschaftsausschuss zentrale Themen zur Reform der Eurozone. Im Ausschuss für Inneres steht eine Abstimmung über verbesserte Rechte für Asylbewerber an. Abgestimmt wird auch im Kulturausschuss über einen Entschließungsantrag zum Schutz von Kindern im Internet. Der Umweltausschuss diskutiert über Öl- und Gasförderung auf hoher See.
10 Höhepunkte des September-Plenums
Kommissionspräsident José Manuel Barroso
José Manuel Barroso forderte einen "Bund von Nationalstaaten" und kündigte während seiner Rede zur Lage der Union im Europäischen Parlament einen Entwurf für eine engere Wirtschafts- und Finanzunion an. Außerdem verabschiedeten die Abgeordneten eine Richtlinie für mehr Energieeffizienz und stimmten für den besseren Opferschutz nach Straftaten.
Schärfere Medikamentenprüfungen ©AFP
Distilbène, Mediator, Isomeride - Medikamente, die noch vor kurzem in Europa legal verkauft wurden, nun aber als gefährlich, gar tödlich, gelten. Die Abgeordneten wollen, dass ähnlich gefährliche Medikamente in Zukunft schneller erkannt und vom Markt genommen werden. Am Dienstag, 11. September, stimmten sie daher für eine Überprüfung der medizinischen Freigabesysteme in der EU.
Bankenaufsicht
Die geplanten EU-Regeln für die Bankenaufsicht müssen von hoher Qualität sein und für Rechenschaftspflicht sorgen. Allerdings geben die aktuellen Prioritäten der Mitgliedstaaten ein negatives Signal und sorgen keinesfalls für mehr Effizienz, warnten die Abgeordneten in einer am Donnerstag angenommenen Resolution.
Qualitätslabel für Lebensmittel
Nur halb so lange soll es fortan dauern, um ein EU-Qualitätslabel für Produkte bestimmter geographischer Herkunft oder traditioneller Herstellungsart zu erhalten, dank einer vom Parlament am Donnerstag angenommenen Verordnung. Die neuen Regeln, auf die sich Rat und Parlamentsdelegationen im Juni geeinigt haben, ermöglichen zudem die Einführung eines geschützten Labels für "Bergerzeugnisse".
Russland
Die Menschenrechtssituation in Russland hat sich in den vergangenen Monaten zusehends verschlechtert, meinen die Abgeordneten. Sie kritisieren die Verabschiedung einer Reihe von Gesetzen, die künftig zur Knebelung der Opposition und Einschränkung der freien Meinungsäußerung dienen könnten. In einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung verweisen die Abgeordneten auf die Beispiele der Punkband "Pussy Riot" und des Oppositionspolitikers Gennadi Gudkow.
Syrien
Eine weitere Militarisierung der Lage in Syrien kann nur die Bevölkerung noch stärker in Mitleidenschaft ziehen, sagen die Abgeordneten in einer am Donnerstag per Handzeichen angenommen Entschließung. Darin warnen sie auch vor den unvorhersehbaren Folgen für die Sicherheit und Stabilität in der gesamten Region.
EU Außenpolitik
Die EU Außenpolitik muss kohärent, konsistent und effektiv in der Erreichung ihrer Ziele sein. Dazu bedarf es eines neuen strategischen Konzepts, meinen die Abgeordneten am Mittwoch in der Abstimmung über den Jahresbericht zur gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP).  Zudem forderten sie die Bereitstellung der dafür notwendigen Mittel.
Mindestrechte für Opfer von Straftaten
Für Opfer von Straftaten sollen überall in der EU die gleichen Mindestrechte gelten. Auch eine Begutachtung ihrer besonderen Schutzbedürfnisse soll EU-weit eingeführt werden. Die am Mittwoch durch das Parlament angenommene Richtlinie sieht kostenfreie Opferhilfsdienste wie psychologische Betreuung vor. Opfer haben fortan das Recht, an Polizeivernehmungen und Gerichtsverfahren teilzunehmen in einer Sprache, die sie verstehen. In der EU werden jährlich ungefähr 75 Millionen Menschen Opfer eines Verbrechens.
Spenden von Gewebe und Zellen
Spenden von Gewebe und Zellen sollen freiwillig, unbezahlt und - in den meisten Fällen  - anonym sein, heißt es in einer nicht-legislativen Entschließung, die am Dienstag angenommen wurde. Da das Gesundheitswesen zum großen Teil im Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten liegt, empfehlen die Abgeordneten den EU-Ländern eine bessere Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Spenden. Sie erwähnen ebenfalls den für die Medizin möglichen positiven Nutzen von Stammzellen aus Nabelschnurblut.
Asylpolitik
Bei der Umsiedlung international geschützter Personen in der EU sollten deren Interessen und die Notwendigkeit von Solidarität zwischen EU-Ländern bedacht werden, heißt es in einer am Dienstag angenommenen Entschließung. Die Abgeordneten fordern zugleich mehr Mittel für die Asylpolitik, eine gemeinsame Bearbeitung der Asylanträge und eine Stärkung der Rolle des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO), um die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten der EU zu verbessern.
Energieeffizienz
Bindende Energiesparmaßnahmen, inklusive der Renovierung öffentlicher Gebäude, sowie Energiesparpläne und Energieaudits für alle großen Unternehmen werden
durch die Energieeffizienz-Richtlinie, die am Dienstag vom Parlament verabschiedet wurde, zur Verpflichtung. Durch die Senkung des Energieverbrauchs um 20% könnte die EU 50 Milliarden Euro im Jahr einsparen.
Normen
Unternehmen in der EU sollen schneller Zugang zu standardisierten Lösungen für technische Probleme erhalten, um so Produktionskosten zu senken, bewährte Verfahren ("best-practice") zu verbreiten, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und ihr Wachstum zu fördern. Das ermöglicht eine neue Verordnung zur Modernisierung der Entwicklung von EU-Normen, die am Dienstag angenommen wurde.
Sauberer Schiffsdiesel
Die Verringerung des Schwefelgehalts von Schiffsdiesel wird zu einer Verbesserung der Luftqualität an Europas Küsten beitragen und geschätzte 50 000 vorzeitige Todesfälle verhindern, die alljährlich der Luftverschmutzung durch Schiffe zuzuschreiben sind. Das Parlament hat heute einem Abkommen mit den Mitgliedsstaaten zugestimmt, das neue Höchstwerte für Schwefel ab 2020 festlegt.
Mutmaßliche CIA-Gefängnisse in Europa
Bilder aus dem US-Gefängnis auf Guantanamo Bay, Cuba. 
 ©BELGA_Greg Mathieson_Landov
EU-Mitgliedstaaten müssen untersuchen, ob es geheime Gefängnisse oder Einrichtungen auf ihrem Hoheitsgebiet gegeben hat, in den Menschen im Rahmen der geheimen Überstellungsprogramme der CIA in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts festgehalten worden sind, fordern die Abgeordneten in einer am Dienstag angenommenen Entschließung. Litauen, Polen und Rumänien sind im Besonderen aufgerufen, unabhängige Untersuchungen durchzuführen oder abzuschließen.
Eröffnung der Plenarsitzung September 2012
Präsident Schulz drängte darauf, dass die Abgeordneten die Rede von Kommissionspräsident
Barroso zur Lage der Union zum Anlass nehmen müssten, "die Position
dieses Hauses und seiner Fraktionen deutlich zu machen". Er legte eine Schweigeminute
ein, um der verstorbenen Abgeordneten Jiří Havel, Edith Mastenbroek, Alex Falconer
und Paddy Lane sowie des Sacharow-Preisträgers Oswaldo Paya zu gedenken.
Barrosos Rede zur Lage der Union
Kommissionspräsident Barroso
Mit Spannung erwarten die EU-Abgeordneten die alljährliche Rede zur Lage der Union des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso am Mittwoch. Vor dem Europäischen Parlament in Straßburg wird Barroso am 12. September über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der EU sprechen. Die Fraktionsvorsitzenden des Europaparlaments erwarten ein klares Bekenntnis zur mehr wirtschaftlicher und politischer Integration als Antwort auf die Krise.
 (03/05/2012)
Das Ansehen der EU in der öffentlichen Meinung hat sich deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis einer neuen Eurobarometer-Umfrage, die vom Europäischen Parlament (EP) in Auftrag gegeben und am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Mehrheit der Befragten hält das EP für die Institution, die die Union am besten repräsentiert, und sieht die Teilnahme an den Europawahlen als den besten Weg, sich Gehör zu verschaffen.
Assistenten: die Helfer im Hintergrund
Assistenten: die Helfer im Hintergrund
 (24/08/2012).
EU-Abgeordnete arbeiten daran, Europa lebenswerter zu gestalten. Ohne die Hilfe ihrer Assistenten und deren Anstrengungen hinter den Kulissen wäre dies unmöglich. Sie kümmern sich um die Pressearbeit, die Vorbereitung von Sitzungen, Papierkram und Bürgeranfragen.
Bewerbungsfrist für Praktika im Europäischen Parlament: 15. August bis 15. Oktober 2012, 24.00 Uhr (21/08/2012).
Sie sind Student oder haben vor kurzem Ihr Studium abgeschlossen und sind interessiert an Europapolitik? Dann aufgepasst! Jedes Jahr vergibt das Sekretariat des Europäischen Parlaments hunderte Praktika, einschließlich speziellen Programmen für Menschen mit Behinderungen. Seit dem 15. August sind wieder Bewerbungen möglich.
Weltjugendtag
Weltjugendtag (21/08/2012).
Anlässlich des Weltjugendtages erfahren Sie in unserer Infografik viel Wissenswertes über das Leben und die Situation der jungen Europäer zwischen 15 und 24 Jahren.
Mitgestalten: EU-Bürgerinitiativen zu Forschung, Wasser, Bildung und Müllentsorgung
 (21/08/2012).
Seit dem 1. April 2012 kann jeder wahlberechtigte EU-Bürger mit einer Bürgerinitiative die Europapolitik beeinflussen. Neun Initiativen wurden bisher gestartet. Die Organisatoren brauchen jeweils 1 Million Unterschriften, um die EU-Kommission zu einer Gesetzesvorlage aufzufordern. Ihre Stimme zählt.
Finalisten im Rennen um den LUX-Filmpreis 2012 verkündet (25/07/2012).
Die drei Finalisten im Rennen um den LUX-Filmpreis 2012 stehen fest: "Csak a szél" (Nur der Wind), "Io sono Li" (Shun Li und der Poet) and "Tabu". Die Filme werden im Oktober und November in allen EU-Mitgliedsstaaten gezeigt. Der Gewinner des LUX-Filmpreises 2012 wird im November verkündet.
 (19/07/2012)
Das Europäische Parlament lehnte das umstrittene ACTA-Abkommen ab und kämpfte für mehr Wirtschaftswachstum, eine Finanztransaktionssteuer und Einschränkungen für Bonuszahlungen. Weitere Informationen zur Arbeit der EU-Abgeordneten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres finden Sie hier.
Fahrgastrechte
Der Sommer ist da und Millionen Europäer wollen in den Urlaub: mit Zug, Bus, Flugzeug oder Schiff. Die Rechte, die ihnen auf diesen Reisen zustehen, sind jedoch häufig unbekannt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments möchten Fahrgastrechte stärken und für mehr Transparenz sorgen.
Tierschutz
Bestehende Tierschutzgesetze sollen den Abgeordneten zufolge künftig stärker geltend gemacht, Gesetzeslücken geschlossen und Verstöße bestraft werden. Die Verhinderung der Verbreitung von durch Tiere übertragbare Krankheiten und von Antibiotikaresistenzen schützen auch die Gesundheit der Menschen. Der Entschließungsantrag wurde am Mittwoch angenommen.
EU-Gipfel
Die jüngsten Beschlüsse des Europäischen Rates weisen in die richtige Richtung, um die Krise in der Eurozone zu bewältigen. Die Situation ist jedoch so brisant, dass die Kommission bis September Rechtsvorschriften vorschlagen muss, um die vier Kernpunkte des Van-Rompuy-Berichts schnell umzusetzen, sagte das Europäische Parlament in einer Entschließung am Mittwoch als Antwort auf den EU-Gipfel der letzten Woche.
Haushalt
Die Mitgliedstaaten sollten "künstliche" Kürzungen des EU-Haushalts für 2013 unterlassen und die Verhandlungen nicht durch Anfechtungen der Berechnungsmethoden blockieren, warnten die EU-Abgeordneten am Mittwoch. Sie bestätigten das Mandat des EP-Teams, das am 9. Juli die Haushaltsverhandlungen mit den Vertretern der Mitgliedstaaten aufnehmen wird. Die Abgeordneten hoben erneut hervor, dass Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Zentrum der Haushaltsverhandlungen stehen müssten, und forderten einen einzigen Sitzungsort für das Europäische Parlament.
Bankdienstleistungen
Ein Zehntel der EU-Bürger sind von grundlegenden Bankdienstleistungen ausgeschlossen. Betroffen sind zum Beispiel Obdachlose, Menschen mit niedrigem Einkommen, Studenten und im Ausland tätige Arbeitnehmer. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments sprachen sich am Mittwoch für einen Rechtsanspruch der bislang Ausgeschlossenen auf solche Dienstleistungen aus.
Forschung
Verträge für Forschungsprogramme, die von der EU in den Bereichen Gesundheit, Bio- und Nanotechnologien gefördert werden, können nun unterzeichnet werden, nachdem einige Mitgliedstaaten ihren Widerstand gegen die Förderung dieser Projekte aus nicht abberufenen Mitteln aufgegeben haben.
Projektanleihen
Das Europäische Parlament hat am Donnerstag EU-Rücklagen von 230 Millionen Euro zugestimmt, um die private Ausgabe von sogenannten Projektanleihen für Infrastrukturmaßnahmen in den Bereichen Verkehr, Energie und IKT zu unterstützen. Die Initiative sieht eine Pilotphase zum Testen dieses innovativen Plans vor, um den Privatsektor zunehmend in die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen in den genannten Bereichen einzubeziehen.
ACTA
Das Abkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie wurde am Mittwoch durch das EU-Parlament abgelehnt, wodurch es in der EU nicht rechtskräftig werden kann. Zum ersten Mal hat das Parlament von seinem im Lissabon-Vertrag verankerten Recht Gebrauch gemacht und ein internationales Handelsabkommen abgelehnt. 478 Parlamentarier stimmten gegen ACTA, 39 dafür. 165 Abgeordnete enthielten sich der Stimme.
Straßenverkehr
Effizientere Fahrtenschreiber in Lastkraftwagen und eine adäquate Ausrüstung von Inspektoren sollen eine strengere Einhaltung der Fahrt- und Ruhezeiten für LKW-Fahrer sicherstellen. Die diesbezügliche legislative Entschließung wurde am Dienstag mit großer Mehrheit angenommen. Den Abgeordneten zufolge wird sie die Sicherheit auf den Straßen für alle Beteiligten signifikant erhöhen.
eCall-Notrufsystem
In einer am Dienstag verabschiedeten Entschließung fordern die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, alle Pkw bis 2015 mit dem eCall-System auszustatten. Dadurch werden die Notfalldienste bei schweren Unfällen automatisch über die einheitliche Notrufnummer 112 verständigt. Laut der nicht bindenden Entschließung ermöglicht das System den Rettungsdiensten, schneller am Unfallort zu sein, mehr Leben zu retten und die Schwere von Verletzungen zu verringern.
Wasserressourcen
Zugang zu Wasser sollte ein universelles Grundrecht sein, wird in einer nicht bindenden Entschließung gefordert, die das Europäische Parlament am Dienstag verabschiedet
hat. Transparentere Preisvereinbarungen, bessere Abwasserentsorgung, blaue Flaggen für Flüsse und die Senkung des Wasserverbrauchs als zusätzliche Bedingung für Agrar- und Energiesubventionen zählen zu den Vorschlägen, die die Abgeordneten vorgelegt haben.
Eisenbahnen
Um eine effiziente Nutzung des europäischen Eisenbahnnetzwerks zu ermöglichen, hat das Parlament am Dienstag die Wettbewerbsregeln auf der Schiene verschärft. Diese Regeln zielen darauf ab, das Angebot von internationalen Fracht- und Passagierdienstleistungen zu beleben und deren Qualität zu verbessern. Unabhängige Regulierungsstellen werden auf fairen Wettbewerb achten.
 (25/06/2012)
Während sich die Fraktionen auf die Plenarsitzung kommende Woche vorbereiten, finden in Brüssel auch einige Ausschusssitzungen statt. Darüber hinaus diskutieren EU-Abgeordnete und ihre Kollegen aus den Länderparlamenten über eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. Parlamentspräsident Martin Schulz wird vor den EU-Staats- und Regierungschefs über die Pläne des Europäischen Parlaments sprechen. Im Facebook-Chat stellt sich Vizepräsident Othmar Karas Ihren Fragen zu Obergrenzen für Bankerboni.
Arbeitsmarkt
Die Abgeordneten fordern Investitionsmaßnahmen, um das Potential für Beschäftigungs- und Wirtschaftswachstum in der grünen Wirtschaft sowie im Gesundheits- und Sozialwesen auszuschöpfen, heißt es in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung. Das Parlament begrüßt das jüngst von der Kommission vorgestellte Positionspapier "job-rich recovery", in dem sie für einen beschäftigungsintensiven Wirtschaftsaufschwung und Mindestlöhne für armutsgefährdete Arbeitnehmer eintritt.
EU-Binnenmarkt und Wirtschaftswachstum
Würden alle Möglichkeiten des Binnenmarktes effektiv ausgeschöpft,  könnte Europa einen echten Wachstumsschub erhalten, erklärten die EU-Abgeordneten in einer Entschließung am Donnerstag. Vor allem in den Bereichen Energie, Transport, Einzelhandel, Forschung und Entwicklung, Mobilität der Arbeitskräfte und Finanzdienstleistungen könnte eine fristgerechte und angemessene Umsetzung bestehender Gesetze und der Abbau unnötiger administrativen Hürden helfen.
Chemieunfälle
Betriebe, in denen gefährliche Chemikalien zum Einsatz kommen, müssen häufiger kontrolliert werden. Die verschärften Bestimmungen der "Seveso III"-Richtlinie, denen die Abgeordneten am Donnerstag zugestimmt haben, sehen auch eine bessere Information der Öffentlichkeit über Industrieanlagen und Notfallpläne vor.
Brustimplantate
Ein Register für Brust-Implantate, strengere Kontrollen, Rückverfolgbarkeit und ein spezielles Zulassungsverfahren zählen zu den am Donnerstag von den Parlamentariern vorgebrachten Vorschlägen, um zu verhindern, dass sich ein Skandal wie jener der mangelhaften Brust-Implantate wiederholt. Eine Aktualisierung der diesbezüglichen EU-Rechtsvorschriften erfolgt noch im Laufe dieses Jahres.
Die Bestimmungen zur Etikettierung und zu Inhaltsstoffen von Säuglingsmilch sowie von Nahrungsmitteln für Menschen mit besonderen medizinischen Bedürfnissen sollen künftig klarer definiert werden, um Konsumenten zu schützen. Der am Donnerstag vom Parlament angenommene Bericht dient als Grundlage für Verhandlungen mit dem Rat. Auch Produkte für Menschen mit Glutenintoleranz und kalorienreduzierte Nahrungsmittel fallen in den Anwendungsbereich der neuen Verordnung.
Economic Gouvernance
Die nächsten Legislativvorschläge zur Wirtschaftssteuerung in der EU müssen verstärkt auf Wachstum ausgerichtet sein und die neuen Kontrollbefugnisse der Europäischen Kommission über nationale Haushalte besserer demokratischer Kontrolle unterliegen, meinen die Abgeordneten am Dienstag nach der Verabschiedung des sogenannten "Two-Packs".
Die EU brauche einen soliden Haushalt, um ihre politischen Ziele zu erreichen, unterstrichen die Abgeordneten in einer Botschaft an die EU-Regierungschefs, die beim Gipfel am 28. und 29. Juni über den EU-Haushalt 2014-2020 diskutieren werden. Der mehrjährige Finanzrahmen sollte flexibel sein, um auf neue Herausforderungen reagieren zu können, heißt es in der am Mittwoch verabschiedeten Resolution. Zudem sollen die Beiträge aus nationalen Kassen durch andere Finanzierungsquellen abgelöst werden.
Waffengeschäfte
UN-Mitgliedstaaten, die den im Juli zur Verhandlung stehenden Vertrag der Vereinten Nationen über den Waffenhandel (ATT) unterzeichnen, verpflichten sich einem am Mittwoch angenommenem Entschließungsantrag zufolge, Rechenschaft über alle Waffenhandelsgeschäfte abzulegen. Dies schließt Kleinwaffen und leichte Waffen mit ein. Der Vertrag fordert auch nationale Gesetze, um die Maßnahmen glaubwürdig durchzusetzen.
Handelsabkommen mit Peru und Kolumbien
Peru und Kolumbien sollen den Abgeordneten zufolge zusichern, Menschen- und Arbeitnehmerrechte zu schützen und sich für den Umweltschutz einzusetzen, bevor das Parlament im Oktober seine Zustimmung zum Handelsabkommen gibt. Parlamentarier erwarten klare Signale von Peru und Kolumbien, bevor das Abkommen in Kraft tritt. Die Entschließung wurde am Mittwoch mit 525 Ja-Stimmen bei 94 Gegen-Stimmen und 67 Enthaltungen angenommen.
Economic Governance
Einen Tag vor der Abstimmung über das "Two-Pack" nahmen die Abgeordneten am Dienstag die Gelegenheit wahr, ihre Vorstellungen besser definierter Regeln der Economic Governance in der EU zu diskutieren, um nicht nur das Management von Haushaltsdefiziten und Staatsschulden zu verbessern, sondern um auch Wirtschaftswachstum, politische Verantwortlichkeit und demokratische Kontrolle zu gewährleisten.
Freiwilligeneinsatz in der EU
Die im Rahmen einer Freiwilligentätigkeit gewonnene Erfahrung sollte den ehrenamtlichen Helfern bei der Jobsuche zugute kommen oder ihnen bei der Weiterbildung angerechnet werden. In dem am Dienstag angenommenen Entschließungsantrag sprechen sich die Abgeordneten für die Einführung eines "Europäischen Passes der persönlichen Fähigkeiten" aus, der derlei Erfahrungen einbeziehen würde. Ferner verlangen sie die Aufstockung der für ehrenamtliche Tätigkeiten zur Verfügung stehenden Gelder
Sitzungseröffnung Juni-Plenartagung
Das Parlament werde energisch den von den EU-Innenministern am 7. Juni ausgehandelten Plan bekämpfen, die gesetzliche Basis des Schengen-Evaluierungsmechanismus abzuändern, erklärte Präsident Martin Schulz. Die Änderung wurde von beinahe allen politischen Fraktionen als Angriff auf die Grundrechte der EU-Bürger verurteilt. Zudem warnte Schulz den Präsidenten Serbiens davor, Geschichte umzuschreiben, und verwies auf die Prozesse gegen die Sacharov-Preisträgerinnen Layla Zana und Asmaa Mahfouz.
Abstimmung im Plenum im Mai 2012
Die Abgeordneten in Straßburg stimmten für eine Finanztransaktionssteuer, strengere Schutzauflagen für Blauflossenthunfische und gleichen Lohn bei gleicher Arbeit für Frauen und Männer. Diskutiert wurden auch die politische Lage in der Ukraine, die Handelsbeziehungen der EU mit China, Chancen für Jugendliche, Wirtschaftswachstum und Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Abgeordneten forderten auch eine intelligentere Mischung aus Spar- und Konjunkturprogrammen.
Die EU muss Ressourcen besser nutzen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Umwelt zu schützen, heißt es in einer am Donnerstag angenommenen Entschließung. Wertvolle Materialien sollen in Zukunft vermehrt wiederverwertet und nicht etwa auf Deponien landen oder verbrannt werden. Ressourcenverschwendung soll durch Besteuerung bestraft werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU sicherzustellen, so die Abgeordneten.
Homophobie in Europa
Die EU-Mitgliedstaaten sollten im Kampf gegen Homophobie mit gutem Vorbild vorangehen, meint das Parlament in einer am Donnerstag mit klarer Mehrheit verabschiedeten Entschließung. Die Abgeordneten verurteilen homophobe Gesetze und Gewalt in europäischen Ländern und rufen die EU-Mitgliedstaaten dazu auf, Überlegungen anzustellen, wie sie lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender (LGBT) Personen Zugang zu Lebensgemeinschaften, registrierten Partnerschaften oder Ehe gewähren könnten.
Die Abgeordneten appellieren an die Schweizer Regierung, ihre "diskriminierende und widerrechtliche" Entscheidung zur Wiedereinführung von Quoten für Aufenthaltsgenehmigungen für polnische, lettische, litauische, estnische, slowenische, slowakische, tschechische und ungarische Staatsbürger zu widerrufen.
Geschlechtsspezifisches Lohngefälle
Das Parlament drängt die Kommission, bestehende Gesetze zu verbessern, um das geschlechtsbedingte Lohngefälle zu verringern. Dazu zählen härtere Sanktionen für Arbeitgeber. In ihrer Forderung nach einer Gesetzesinitiative weisen die Parlamentarier darauf hin, dass die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen in der EU im Durchschnitt noch immer 16,4% beträgt. In einigen Mitgliedstaaten hat sie in der letzten Zeit sogar noch zugenommen.
Jugendarbeitslosigkeit
Ein "Europäischer Investitionsplan" zur Schaffung von Arbeitsplätzen, die Umverteilung von EU-Strukturfonds auf Projekte, die junge Menschen einbeziehen, und die Einführung einer europäischen Beschäftigungsgarantie für Jugendliche werden von den Parlamentariern zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gefordert. Letztere soll verhindern, dass junge Menschen länger als vier Monate arbeitslos sind.
Ukraine
Die Abgeordneten kritisieren die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Ukraine, die Beschlussfassung über den von der früheren ukrainischen Premierministerin Tymoschenko eingelegten Einspruch gegen ihre siebenjährige Haftstrafe zu vertagen. Die Parlamentarier warnen vor einer Verschleppung des Gerichtsverfahrens, verurteilen Gewaltanwendungen seitens des Aufsichtspersonals und erinnern die Ukraine an ihre Pflicht, Beschwerden über grausame Behandlung zu prüfen.
Finanztransaktionssteuer
Die vorgeschlagene Finanztransaktionssteuer sollte nachgebessert werden, um mehr Trader zu erfassen und Steuerumgehung zu verhindern. Das fordert das Parlament in seiner Stellungnahme zur Finanztransaktionssteuer, die am Mittwoch verabschiedet wurde. Die Abgeordneten befürworten die Einführung der Steuer auch im Falle, dass einige Mitgliedstaaten die "Opt-out" Regelung in Anspruch nehmen wollen und nicht teilnehmen.
Handelsbeziehungen EU-China
Die EU-Mitgliedstaaten müssen gemeinsam gegen unfairen Wettbewerb aus China
vorgehen und für eine ausgeglichenere Handelsbilanz sorgen, heißt es in einer am
Mittwoch vom Parlament angenommenen Entschließung. In einem ersten Schritt
muss sich die EU ein klareres Bild darüber verschaffen, wie weit chinesisches Kapital
die Wirtschaft der EU via Unternehmensbeteiligungen oder den Kauf von Staatsschulden
durchdrungen hat, und ein entsprechendes Überwachungsgremium einrichten.
 (30/06/2009)
Ab sofort sucht das Europäische Parlament wieder nach Projekten mit EU-Bezug, die insbesondere auf die Europawahlen 2014 abstellen. Für solche Projekte gewährt das Europäische Parlament im Zeitraum 2012-2014 finanzielle Unterstützung in den Kategorien Fernsehen, Radio, Online-Medien und Veranstaltungen.
Bewerbungsfrist ist der 15. Juni 2012!
 (10/11/2011)
"Europe on the ground" ("Europa vor Ort"), ein griechisches Medienprojekt für junge Europäer hat den ersten Preis beim Wettbewerb um den Europäischen Jugendkarlspreis 2012 am 15. Mai in Aachen gewonnen. Der zweite Preis ging an "Europe Meets School" (Europa Macht Schule), ein tschechiches Austauschprogramm für Erasmusstudenten. Der dritte Preis wurde dem ungarischen "Cycle Me Home" Projekt, einem Road-Movie, zuerkannt. Der Jugendkarlspreis wird jährlich für Projekte vergeben, die ein gemeinsames Bewusstsein europäischer Identität und Integration unter jungen Menschen fördern.
Ab 1. Juli werden die Kosten für die Nutzung von Mobiltelefonen, Smartphones und Tablet-PCs im europäischen Ausland deutlich sinken. Ein entsprechendes Abkommen mit den nationalen Regierungen wurde am letzten Donnerstag vom Parlament verabschiedet. Die neuen Regeln erlauben es Verbrauchern auch, Roaming-Dienste von anderen Anbietern als dem Anbieter im Heimatland zu nutzen. Gleichzeitig soll der Mobilfunkmarkt für neue Firmen geöffnet werden, um mehr Wettbewerb und weiter sinkende Preise zu erzielen.
Die EU muss klare Regeln einführen, die nicht nur dem Schutz der Opfer von grenzüberschreitender Verleumdung dienen, sondern auch dem Schutz von Journalisten, die wegen Verleumdung angeklagt werden, heißt es in einer am vergangenen Donnerstag vom Parlament verabschiedeten Entschließung.
Im Rahmen des Entlastungsverfahrens hat das Parlament am vergangenen Donnerstag den Haushalt der Europäischen Kommission für 2010 akzeptiert. Auch die Haushalte fast aller EU-Institutionen und Agenturen, einschließlich des Parlaments und des Europäischen Entwicklungsfonds entsprechen demnach den EU-Haushaltsregeln. Vertagt wurde allerdings die Entlastung des Haushalts des Ministerrates und der Europäischen Behörden für Lebensmittelsicherheit,  Arzneimittelsicherheit und Umweltschutz.
Die Parlamentarier sind der Ansicht, dass der Piraterie am Horn von Afrika nicht allein durch militärischen Einsatz Einhalt geboten werden kann. In einer am vergangenen Donnerstag angenommenen Entschließung fordern sie die Mitgliedstaaten  auf, die Schutzflotte der EU zu stärken sowie mehr Mittel zur Ursachenbekämpfung der Piraterie bereitzustellen. Spezielle Gerichte für Piraterie sollten in der Region eingerichtet werden.
Die Luftfahrtpolitik der EU sollte den Bedürfnisse regionaler Flughäfen besonderes Augenmerk schenken, heißt es in einer am vergangenen Donnerstag vom Parlament per Handzeichen angenommenen Entschließung. Eine Einbindung kleinerer Flughäfen in die transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-T) würde nach Ansicht der Abgeordneten zur Ankurbelung regionalen Wachstums und zur Entlastung von Luftfahrt-Drehkreuzen beitragen.
Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in München sucht einen Dienstleister für die Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Simulationsspielen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland für bis zu vier Jahre und hat dazu eine Ausschreibung veröffentlicht.
Bewerbungsschluss: Montag, 16. Juli 2012 - 17:00 Uhr!
Europäischer Bürgerpreis
Seit 2008 zeichnet das Europäische Parlament EU-Bürger für außergewöhnliche Leistungen aus. Für 2012 haben die Abgeordneten nun die Kandidaten nominiert. Wer den Preis letztendlich gewinnt, wird im Juni dieses Jahres entschieden.
 (03/05/2012)
In den letzten Jahrzehnten hat die EU mehrere Richtlinien beschlossen, um Reisen per Flugzeug, Schiff, Zug oder Bus innerhalb Europas einfacher zu machen. Heute kämpfen die EU-Abgeordneten für eine bessere Umsetzung der Regelungen, insbesondere für Fluggäste.
Mehr Geld für Europas 
Kultur- und Kreativbranche 
©BELGA/ILLUSTRA/J.F.Dupuis
"Kreatives Europa" heißt der Entwurf für ein neues Programm der Europäischen Kommission für die Kultur- und Kreativbranche. Ende April wurde der Entwurf im Kulturausschuss des Europäischen Parlaments diskutiert. Abgeordnete und Experten begrüßten den Vorschlag, fordern jedoch Nachbesserungen.
Das Europäische Parlament online
 (03/05/2012)
Unsere Infografik zeigt, wie sich das Europäische Parlament im Internet darstellt. Diskutieren Sie mit EU-Politikern und Bürgern aus allen EU-Staaten auf Facebook und LinkedIn. Folgen Sie den aktuellsten Nachrichten auf Twitter oder nutzen Sie unsere rechtefreien Bilder auf Flickr.
 (28/07/2009)
Der Präsident des Europäischen Parlaments wird an einem live-Internet-Chat über ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) teilnehmen. Der Chat auf der Facebook-Seite des Europäischen Parlaments ist am kommenden Donnerstag, den 26. April 2012, von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
10 Höhepunkte des April-Plenums
Impressionen von der April-Plenartagung
Diese Woche hat das Europäische Parlament in Straßburg für das neue PNR-Abkommen gestimmt, das den Austausch europäischer Fluggastdaten mit den USA regelt. Präsident Martin Schulz hieß zwölf kroatische Beobachter sowie den jordanischen König Abdullah II willkommen, der den Abgeordneten von den Folgen des Arabischen Frühlings berichtete. Erneut diskutierten Parlament und Kommissionspräsident Barroso über die Wirtschaftskrise.
Das nächste strategische EU-Programm zur Verringerung von Umweltbeeinträchtigungen, das 7. Umweltaktionsprogramm, muss Zielvorgaben und Schritte enthalten, um Europas Umwelt zu schützen und eine effizientere Nutzung von Energie und natürlichen Ressourcen zu fördern, heißt es in einer am Freitag vom Parlament per Handzeichen angenommenen Resolution. Umweltschädliche Beihilfen müssten bis 2020 schrittweise abgeschafft werden.
Höhere politische Priorität solle dem Erhalt von Ökosystemen und ihrer Wiederherstellung eingeräumt werden, fordern die Abgeordneten in einer am Freitag verabschiedeten Resolution. Nachdem die EU ihre für 2010 anvisierten Biodiversitäts-Ziele nicht erreicht hat, müsse der Erhalt der Artenvielfalt nun in den zentralen EU-Politikbereichen verankert werden, fügen sie hinzu. Umweltschädlich wirkende Beihilfen sollten identifiziert und bis 2020 schrittweise eliminiert werden.
Die Parlamentarier appellieren an die Mitgliedstaaten, den Etat für die Finanzierung von Universitäten zu steigern, den Zugang für Angehörige aller Bildungsschichten zu erleichtern und noch mehr in Mobilitätsprogramme zu investieren. Sie betonen ferner die Notwendigkeit, die Lehrpläne der Universitäten konstant an die Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen, um Europas Hochschulwesen wettbewerbsfähiger zu machen. Eine Entschließung wurde am Freitag angenommen.
Eine "produktneutrale" Besteuerung von Energieträgern dürfte nicht dazu führen, dass Dieselkraftstoff seine Steuervorteile gegenüber Benzin einbüße, meinte eine Mehrheit der Abgeordneten am Donnerstag in einer Abstimmung über den Reformvorschlag der Kommission zur Energiebesteuerung. Die Kommission hatte vorgeschlagen, die in den meisten EU-Ländern geltenden steuerlichen Vorteile von Diesel auslaufen zu lassen.
Speicherung von Finderabdrücken 
©BELGA/KEYSTONE/A.Balzarini
Anders als erhofft, konnten neue biometrische EU-Reisepässe Fälschungen bisher nicht verhindern. Am Donnerstagnachmittag diskutieren die EU-Abgeordneten mit Vertretern der EU-Kommission, wie biometrische Pässe sicherer gemacht werden können.
Eine gemeinsame Bemessungsgrundlage der Körperschaftssteuer sollte künftig verpflichtend zum Einsatz kommen, empfiehlt das Parlament in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung zum diesbezüglichen Gesetzesentwurf der Kommission, die ein freiwilliges System vorsieht.
Ein neues EU-US Abkommen zur Weitergabe von EU-Fluggastdaten an die US-Behörden wurde am Donnerstag vom Parlament angenommen. Die Vereinbarung regelt die rechtlichen Voraussetzungen für diese Datenübertragungen und deckt Themen wie Aufbewahrungsfristen, Zweck der Datennutzung, Datenschutzgarantien und rechtliche Einspruchsmöglichkeiten ab. Sie ersetzt ein vorläufiges Abkommen, das seit 2007 zur Anwendung kommt.
Wachstumszwang nach Sparzwang
Abgeordnete während der Debatte 
über die Wirtschaftskrise
Die krisengeplagten Länder der Eurozone brauchen mehr Wirtschaftswachstum und Maßnahmen gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit, so der Tenor der Parlamentsdebatte mit EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Viele Fraktionsvorsitzenden betonten die sozialen Kosten der Krise, manche Abgeordneten äußerten Skepsis am Überleben des Euros in seiner aktuellen Form.
Für Stewards und Stewardessen, Piloten und Pilotinnen gelten die Sozialversicherungsregeln jenes Landes, in dem sie ihre Arbeit für gewöhnlich aufnehmen und beenden. Dies wird in den am Mittwoch vom Parlament angenommenen neuen EU-Regeln zur Koordinierung der Systeme sozialer Sicherheit festgeschrieben. Die Verordnung klärt auch den Anspruch von selbstständigen Berufstätigen auf grenzüberschreitende Arbeitslosenhilfe.
Präsident Schulz eröffnete die Sitzung mit der Begrüßung der 12 beobachtenden Mitglieder der Parlaments aus Kroatien. Die Teilnahme an Ausschuss- und Fraktionssitzungen würde sie auf ihre Aufgabe vorbereiten, die Bürger und Bürgerinnen ihres Landes voll zu vertreten, sobald Kroatien Mitglied der EU geworden ist. Dies werde hoffentlich am 1. Juli 2013 der Fall sein. Der Wunsch Kroatiens, der Union beizutreten zeige, so Schulz, dass die EU trotz Wirtschaftskrise ihre Anziehungskraft behalten hat.
Die EU soll eine gesetzliche Grundlage zur Überwachung von Internet-Zensur durch autokratische Regimes schaffen, fordern die EU-Abgeordneten in einer am Mittwoch verabschiedeten Resolution zum Jahresbericht über die Menschenrechte 2010. Das Parlament will damit auch die Rechenschaftspflicht von EU-Unternehmen festschreiben, die Anwendungen, Geräte oder Dienstleistungen exportieren, die zur Sperre von Webseiten oder zur Überwachung mobiler Kommunikation dienen können.
©BELGA_DPA_D.Karmann
Ein Viertel aller EU-Bürger, die sich 2010 beim EU-Parlament über Verstöße gegen EU-Recht beschwerten, klagte über Einschränkungen ihrer Freizügigkeit. Ende März verabschiedete das Europäische Parlament einen detaillierten Bericht zu Einschränkungen von Grundfreiheiten in der EU. Die Parlamentarier kritisierten EU-Staaten wie Schweden, Großbritannien und Polen und fordern weitere Reformen.
Türkei
Türkei ©DPA
Die Beziehung zwischen EU und Türkei brauche den Abgeordneten zufolge neue Impulse, die jedoch vom Reformwillen der Türkei abhängen. Die am Donnerstag verabschiedete Resolution beruht auf dem Jahresbericht der Kommission über die Fortschritte der Türkei auf dem Weg zum EU-Beitritt. Die Parlamentarier fordern die Türkei zu Reformen des Rechtswesens und zum Schutz der Bürgerrechte auf. Besorgt äußern sie sich über die Medienfreiheit einschränkende Gesetze und Prozesse gegen Journalisten.
Das hat das Parlament am Donnerstag durch Verabschiedung seiner Haushaltsleitlinien beschlossen. Die Abgeordneten haben erneut ihren Wunsch nach einem einzigen Sitz des Parlaments zum Ausdruck gebracht und wollen zudem einer Vergabe von Geldern an nicht-demokratische Parteien vorbeugen.
Flüchtlinge
Syrisches Flüchtlingskind hinter einem Zaun
im Flüchtlingslager Yayladagi am 26.03.2012 
©BELGA/AFP/A.Altan
Europäische Länder sollen in Zukunft mehr Unterstützung von der EU erhalten, wenn sie im Rahmen eines gemeinsamen, Neuansiedlungsprogramms Flüchtlinge aufnehmen. Das am Donnerstag von den Abgeordneten verabschiedete Programm zielt darauf ab, die Rolle der EU gegenüber besonders schutzbedürftigen Zielgruppen wie gefährdeter Frauen und Minderjähriger ohne Begleitung zu stärken. Dies soll in Kooperation mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) erfolgen.
Abstimmung zur EU-Erweiterung
Beitrittsgespräche mit Serbien sollen den Abgeordneten zufolge so schnell wie möglich beginnen. Sie begrüßen die Entscheidung, die Verhandlungen mit Montenegro bereits im Juni aufzunehmen. Ferner fordern sie die fünf Mitgliedstaaten, die die Unabhängigkeit des Kosovo bislang nicht anerkannt haben, auf, dies nun nachzuholen. Die drei Entschließungsanträge wurden am Donnerstag angenommen.
Derivatenhandel
Händler vor DAX-Bildschirmen an der
Frankfurter Börse ©AFP
Eine neue Verordnung, die den außerbörslichen Derivatenhandel sicherer und transparenter machen soll, wurde am Donnerstag vom Parlament mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Der Handel mit Derivaten gilt als einer der Hauptauslöser der weltweiten Finanzkrise. Rat und Parlament haben sich schon am 9. Februar auf den Verordnungsentwurf geeinigt.
Fluggastrechte
Flugausfälle am Frankfurter Flughafen 
©BELGA/F.Von Erichsen
Fluggesellschaften sollen festsitzenden Passagieren klare Informationen und unmittelbare Hilfeleistungen zukommen lassen, heißt es in der am Donnerstag verabschiedeten Entschließung des Parlaments. Die Abgeordneten rufen die Kommission auf, Ansprüche der Passagiere auf Assistenz- und Kompensationsleistungen im Fall von Flugannullierungen oder -verspätungen sowie bei über sechsstündigen Verspätungen von Gepäck eindeutig zu regeln.
Sitzungseröffnung
Eröffnung: Präsident Schulz verurteilt 
Mordanschläge von Toulouse
Die jüngst verübten heimtückischen und feigen Morde an drei Soldaten, drei Kindern und einem Lehrer in Montauban und Toulouse (Frankreich) müssen die Entschlossenheit des Parlaments, Werte wie gegenseitigen Respekt und Toleranz aufrechtzuerhalten, weiter stärken, so Präsident Schulz bei der Eröffnung der Brüsseler Vollversammlung.
 (01/10/2010)
Gut 100 Jugendliche aus Hamburger Schulen sowie fünf junge Gäste aus Griechenland machen mit beim Europäischen Jugendforum in der Hamburgischen Bürgerschaft am Freitag, 30. März 2012.
Presseöffentlich sind die Plenardiskussion von 11.45 Uhr bis 13.15 Uhr sowie die Abschlussdiskussion mit den Abgeordneten von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr
 (23/03/2012)
"Das Europäische Parlament wird keine Kürzungen des EU-Budgets akzeptieren!" Mit diesen Worten eröffnete Parlamentspräsident Martin Schulz die Konferenz zum mehrjährigen EU-Haushaltsrahmen 2014-2020. Am 22. März debattierten 42 Abgeordnete aus 21 nationalen Parlamenten über die Zukunft des Europäischen Finanzrahmens (MFF).
Finanztransaktionssteuer für den Finanzmarkt
Angesichts der Wirtschaftskrise fordern viele EU-Abgeordnete eine Reform des Binnenmarktes. Gleichzeitig soll der Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligt werden. Eine EU-weite Abgabe auf Finanztransaktionen würde beiden Zielen gerecht werden, argumentierte Steuerkommissar Algirdas Šemeta bei einem Treffen mit dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments.
 (20/03/2012)
Nach der Plenartagung vergangene Woche in Straßburg tagen nun die Ausschüsse des Europäischen Parlaments in Brüssel. Parlamentspräsident Martin Schulz wird diese Woche an der Plenarsitzung der Union für das Mittelmeer in Marokko teilnehmen. Das Besucherzentrum Parlamentarium begrüßt seinen 100.000. Besucher.
Während der Plenardebatte erörterten die Abgeordneten den kürzlich beschlossenen Fiskalpakt und diskutierten über mögliche Wege aus der Rezession. Zudem beschlossen sie einen Ausschusses gegen organisiertes Verbrechen einzuführen und gaben grünes Licht für ein Handelsabkommen zwischen EU und USA, das den Handelsstreit über Hormone in Rindfleisch beilegt.
Niederländische PVV-Webseite
Die niederländische Regierung sollte die von der niederländischen Partei für die Freiheit (PVV) betriebene Webseite, die ihre Nutzer zu Beschwerden über Bürger aus Mittel- und Osteuropa aufruft, streng verurteilen, da sie offen zur Diskriminierung aufruft, heißt es in einer am Donnerstag vom EU-Parlament per Handzeichen angenommenen Resolution.
 (10/11/2011)
Das studentische Theater- und Performancefestival transeuropa aus Hildesheim geht in die europäische Endrunde um den Jugendkarlspreis 2012. Insgesamt hatten sich in Deutschland 47 Jugendprojekte für den Jugendkarlspreis 2012 beworben, europaweit waren es nahezu 300 Projekte.
Das Parlament wünscht den EU-Beitritt Islands und fordert einen Termin für den Start der Beitrittsverhandlungen mit der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien. Die geringen Fortschritte des Beitrittskandidaten Bosnien und Herzegowina (BiHI) bereiten den Abgeordneten hingegen Sorgen. Drei diesbezügliche Resolutionen wurden mit überwältigender Mehrheit am Mittwoch angenommen.
Als weltweit größter Schokoladen-Konsument und Standort führender Schokoladenhersteller muss die EU sicherstellen, dass bei der Herstellung keine Kinder ausgebeutet werden. Ein entsprechender Entschließungsantrag wurde am Mittwoch angenommen. Das Parlament hat der Neuauflage des Internationalen Kakao-Übereinkommens, das Produktion und Handel mit Kakao regelt, zugestimmt, nützte jedoch die Gelegenheit, das Problem der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Haushalt 2013
Die Abgeordneten warnen die EU-Mitgliedstaaten davor, den Haushalt 2013 ohne Rücksicht auf tatsächliche Zahlungsanforderungen "künstlich" zu kürzen. Mit den am Mittwoch verabschiedeten Leitlinien für den Haushalt 2013 wollen sie sicherstellen, dass die Mitgliedstaaten die Europäische Kommission nicht neuerlich in die missliche Lage versetzen, dass sie ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen - wie zuletzt im Dezember 2011 - nicht mehr nachkommen kann.
Handelsstreit um Hormon-Rindfleisch
Das Ende des 20 Jahre währenden Konflikts um den Handel mit hormonbehandeltem Rindfleisch zwischen der EU und den USA und Kanada ist absehbar. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch einem neuen Handelsabkommen mit den USA und Kanada zu, das auch weiterhin die Einfuhr von hormonbehandeltem Rindfleisch in die EU untersagt, zugleich jedoch höhere Einfuhrquoten von hochwertigem Rindfleisch aus den USA und Kanada vorsieht.
Das Parlament setzte am Mittwoch einen Sonderausschuss ein, der gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche in der EU ermitteln soll. Er hat ein Jahr lang Zeit, um die Unterwanderung von Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Finanzsystemen durch organisiertes Verbrechen und Mafia-Banden in EU-Ländern zu untersuchen und Lösungsstrategien zu entwickeln.
Die europäische Notfallnummer 112
 (14/03/2012)
Stellen Sie sich vor, Sie sind zu Hause oder in einem anderen Land der EU unterwegs und brauchen einen Krankenwagen, die Feuerwehr oder die Polizei. Wüssten Sie dann, welche Notrufnummer Sie wählen müssen? Über die Rufnummer 112 lassen sich die Notfalldienste in allen EU-Ländern aus dem Festnetz oder vom Mobiltelefon aus kostenlos, vorwahlfrei und netzübergreifend erreichen.
Grenzüberschreitende Erbschaften
Eine Italienerin, die einen Deutschen heiratet und sich in Belgien niederlässt, darf nach den vom Parlament am Dienstag angenommenen Bestimmungen künftig selbst entscheiden, ob ihre Erben nach italienischem oder belgischem Recht erben werden
Chancengleichheit
Gesetzgebungen zur Verringerung geschlechtsbedingter Gehaltsunterschiede und Quoten zur Anhebung des Frauenanteils in Firmenvorständen und politischen Organisationen sind nur einige der zahlreichen Vorschläge, denen das Parlament am Dienstag zugestimmt hat, um in der EU für mehr Gleichberechtigung zu sorgen.
Sitzungseröffnung
Die Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 ist von Menschen verursacht worden und hätte verhindert werden können, erklärte Parlamentspräsident Martin Schulz zur Sitzungseröffnung der Vollversammlung. Aus Anlass des 11. März, Gedenktag der Opfer von Terroranschlägen, verurteilte er "feige, anonyme" Attacken wie jene von Madrid im Jahr 2004. Zudem verurteilte er die Tötung Tausender Syrer durch Präsident Bashar al-Assads "brutale Diktatur" seit Beginn des arabischen Frühlings
ACTA-Gegner
©BELGA/AFP/J.Skarzynski
Rund 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus nahezu allen Staaten der Welt haben eine Petition an das Europäische Parlament unterzeichnet und damit ihren Unwillen gegen ACTA ausgedrückt. Die Petition fordert die Europa-Abgeordneten auf, "zu einem offenen und freien Internet zu stehen und die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) zu verweigern."
Ausschusswoche in Brüssel
Eine arbeitsreiche Ausschusswoche steht den EU-Abgeordneten ins Haus. In verschiedenen Ausschüssen finden Veranstaltungen zum umstrittenen Anti-Piraterieabkommen ACTA statt. Diskutiert wird auch über Rating-Agenturen, die Finanztransaktionssteuer, die EU-Wirtschaftsgesetzgebung und die Reform der Fischereipolitik. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz spricht vor dem griechischen Parlament.
Der Ausschluss von Oppositionskandidaten von den Präsidentschaftswahlen am 4. März 2012 untergräbt einmal mehr den politischen Wettbewerb und Pluralismus in Russland, erklärt das Parlament in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution. Die Abgeordneten fordern dringend Reformen des russischen Wahlrechts.
Bankeinlagensicherungssysteme müssen auf Anfrage des Einlegers innerhalb einer Woche bis zu 5.000 Euro seiner Einlagen auszahlen, sollten gebeutelte Banken nicht in der Lage dazu sein. Dies geht aus einem am Donnerstag angenommenen Gesetzesvorschlag hervor. Ferner müssen riskant agierende Banken höhere Beiträge in die Sicherungssysteme einzahlen als andere. Die Finanzierung jedes Systems sollte 1,5% der abgedeckten Einlagen entsprechen.
Das Parlament hat am Donnerstag entschieden, einen Bericht zu erstellen, um zu untersuchen, ob EU-Rechte und Grundwerte in Ungarn geachtet werden. Zusätzlich zum Bericht wird es dann darüber entscheiden, ob Artikel 7 des EU-Vertrags aktiviert werden soll. Artikel 7 wird benutzt, um eine eindeutige Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der Grundwerte der Union zu prüfen.
Der Haushalt des Europäischen Parlaments soll 2013 auf dem realen Ausgabenniveau eingefroren werden. Darauf einigten sich die Abgeordneten am Donnerstag. Sie wollen den Haushalt auf weitere Einsparungsmöglichkeiten durchforsten.
ËU-Gipfel
Der nächste EU-Gipfel vom 1. bis 2. März muss Fördermaßnahmen für mehr Wachstum in Angriff nehmen, forderten die Abgeordneten in einer Debatte mit Rat und Kommission am Mittwoch in Straßburg. Quer durch die Fraktionsreihen äußerten die EU-Parlamentarier Zweifel und Bedenken angesichts der jüngsten Welle an Sparmaßnahmen in Griechenland, die von der Troika der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds initiiert worden sind.
Eurobonds
Eurobonds könnten mittelfristig zu mehr Stabilität in der Eurozone beitragen, falls die verbleibenden Probleme in der Gestaltung gelöst würden, so das Parlament in einer am Mittwoch verabschiedeten Resolution. Gleichzeitig bedarf es umgehend anderer Finanzinstrumente, um den kurzfristigen Bedarf der Eurozone zu decken. Eines dieser Instrumente könnte zum Beispiel der Schuldentilgungsfond für Europa sein, der vom deutschen Sachverständigenrat für Wirtschaft vorgeschlagen wurde.
Beschäftigungspolitik
Tiefgreifendere wirtschaftliche Koordination erfordert von den Mitgliedstaaten, Vorschläge zur Strukturreform umzusetzen und auch eine verbesserte Transparenz, so das Parlament zum Jahreswachstumsbericht und den Beschäftigungsleitlinien der Kommission. Die am Mittwoch angenommenen Resolutionen fordern zudem weitere Bemühungen für Wachstum und Beschäftigung sowie zur Bekämpfung der Armut.
Lebensmittelhilfeprogramm
Im Rahmen des Programms "Nahrungsmittel für Bedürftige" werden dank eines mit dem Rat ausgehandelten und vom Parlament am Mittwoch verabschiedeten Plans auch weiterhin Lebensmittel an die ärmsten Bürger verteilt. 18 Millionen EU-Bürger in 20 Mitgliedstaaten der Union sind auf dieses Programm angewiesen, das bis Ende 2013 mit einem jährlichen Budget von 500 Millionen Euro ausgestattet wurde.
Milchpreise
Die am Mittwoch vom Parlament verabschiedete Verordnung soll Milchbauern eine bessere Ausgangsposition in Preisverhandlungen mit der Abnehmerindustrie verschaffen und sie damit auf das Auslaufen der Milchquotenregelung im Jahr 2015 vorzubereiten. Sie ermöglicht ihnen den Zusammenschluss in Verbänden, denen es erlaubt wird, Rohmilchpreise auszuhandeln, ohne in Konflikt mit dem Kartellrecht zu geraten.
Grenzüberschreitende Zahlungen
Grenzüberschreitende Bankzahlungen für EU-Bürger sollen durch die Verordnung zum Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA), die am Dienstag vom Parlament verabschiedet wurde, schneller, billiger und sicherer werden. Die EU-weiten Regeln sollen sicherstellen, dass Banken in fairem Wettbewerb zueinander stehen und versteckte Gebühren abschaffen. Durch schnellere Überweisungen könnten Kunden, Banken und Unternehmen binnen sechs Jahren 123 Milliarden Euro sparen.
Kohäsionspolitik: Strukturfonds
Die Abgeordneten kritisierten Pläne der Kommission, rund 82 Milliarden Euro Fördermittel aus den Strukturfonds, die noch keinen spezifischen Projekten zugeteilt worden sind, für Programme zur Förderung von kleinen und mittelständische Unternehmen (KMU) und im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit einzusetzen. Die geäußerten Pläne könnten die Glaubwürdigkeit bisheriger Regionalpolitik untergraben, befürchten die Abgeordneten.
Blauzungenkrankheit
Am Dienstag hat das Parlament neue Regeln zur effizienteren Nutzung neuer Impfstoffe gegen die Blauzungenkrankheit gebilligt. Damit soll Landwirten das Leben leichter gemacht werden. Falls Mitgliedstaaten diese Regeln schnell umsetzen, können die neuen Impfstoffe bereits während der Impfkampagne 2012 genutzt werden.
Europäischer Rat
Das Europäische Parlament meint, dass der jüngst vereinbarte Governance-Vertrag weitgehend unnötig sei, um die Krise zu überwinden. Sie fordern zudem mehr Kohärenz zwischen dem neuen Vertrag und dem "Economic Governance Six-Pack" sowie rasche Initiativen, um die kurzfristigen Probleme in der Eurozone in den Griff zu bekommen. Die Abgeordneten begrüßen jedoch, dass viele der Vorschläge der Parlamentsvertreter aufgenommen wurden.
DAPHNE
Das Europäische Parlament fordert, dass die Finanzierung des nächsten Daphne-Programms, um Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen, auf einem mit dem früheren Programm vergleichbaren Niveau gewährleistet wird. Dies geht aus einer am Donnerstag im Plenum verabschiedeten Entschließung hervor.
Iran
Die Abgeordneten befürworten neue harte EU-Sanktionen gegenüber dem Iran, um den Golfstaat zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Gleichzeitig fordern sie in der am Donnerstag verabschiedeten Resolution, dass sich die Sanktionen so wenig wie möglich auf die Zivilbevölkerung auswirken sollen. Das Hohe Haus verlangt, dass Iran sein heimliches Atomprogramm stoppt und verurteilt die vom Iran angedrohte Schließung der Hormuz-Straße.
Humanitäre Hilfe
Am Donnerstag verabschiedete das Parlament eine Resolution, die die Verwaltung humanitärer Hilfsmittel der EU kritisch beleuchtet. Das Augenmerk liegt dabei besonders auf der Art und Weise, wie EU-Gelder durch die UNO verwaltet werden.
EU-Gipfel zum Fiskalpakt
Bundeskanzlerin Angela Merkel und 
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz 
vor dem EU-Gipfel zum Fiskalpakt
Kurz vor dem EU-Gipfel zum Fiskalpakt traf der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Schulz bezeichnete das Gespräch als "konstruktiv", weder er noch Merkel würden Probleme unter den Tisch kehren, sondern diese direkt anpacken.
Unter anderem stehen folgende Themen auf der Tagesordnung:

- Parlament nimmt Stellung zum Ergebnis des EU-Gipfels
- Eurobonds - wie soll es weitergehen?
- Debatte über Iran und Russland mit Chefdiplomatin Catherine Ashton
- Daphne: Geldmittel zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Kinder gewährleisten
- Richtige Abfallverwertung kommt billiger
- Abgeordnete kritisieren Verwaltung der humanitären Hilfsmittel der EU
Brustimplantat der französischen 
Firma PIP
©BELGA/MAXPPP/D.Leriche
Hunderttausende Frauen weltweit leben in Sorge nach dem bekannt wurde, dass die französische Firma PIP Brustimplantate aus minderwertigem Industriesilikon anfertigen ließ. EU-Abgeordnete und Experten der EU-Kommission diskutierten am Dienstag im Umweltausschuss über strengere Kontrollen und eine Registrierungspflicht für einzelne Implantate. Das EU-Parlament hatte in den vergangenen Jahren mehrmals eine Gesetzesreform gefordert.
Landwirten helfen Lebensmittel sparen
Bis zu 50 % aller Lebensmittel werden 
in der EU vergeudet ©BELGA/EUREKA
Die Einkommen von Landwirten sinken, während die Lebensmittelpreise weltweit steigen. Und während immer mehr Lebensmittel gekauft werden, steigt auch die Menge der verschwendeten Nahrungsmittel. Die EU-Abgeordneten wollen dagegen mit zwei verschiedenen Initiativen vorgehen: Landwirte sollen ein angemessenes Einkommen verdienen, gleichzeitig soll die enorme Verschwendung von Lebensmitteln in der EU eingedämmt werden.
Bessere Abstimmung bei EU-Energieimporten
Krišjānis Kariņš
Noch sehen viele EU-Staaten Energiepolitik als eine nationale Angelegenheit. Die EU-Kommission möchte das ändern, um mit einer Stimme europäische Interessen vertreten zu können. Der lettische Christdemokrat Krišjānis Kariņš arbeitet derzeit an der Position des EU-Parlaments zum Thema. Die EU-Kommission will, dass die Regierungen der einzelnen EU-Staaten Informationen über nationale Energielieferverträge mit Nicht-EU-Staaten in Zukunft untereinander austauschen.
 (10/11/2011)
Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen für den Europäischen Jugendkarlspreis wurde verlängert und läuft noch bis zum 13. Februar 2012. Hierdurch soll mehr Jugendlichen und Jugendgruppen Gelegenheit gegeben werden, an dem Wettbewerb Jugendkarlspreis teilzunehmen. Die Einreichung von Projektvorschlägen ist einfach und unkompliziert.
Wirtschaftsunion
Das Parlament hat am Mittwoch vor möglichen Tücken des zwischenstaatlichen Abkommens einer Wirtschaftsunion, das derzeit ausgehandelt wird, gewarnt und begründete Zweifel an der Nützlichkeit dieses Abkommens außerhalb der EU-Verträge in einer Resolution zum Ausdruck gebracht. Die demokratische Verantwortlichkeit müsse gestärkt werden und das Abkommen müsse nicht nur Sparprogramme, sondern auch Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft vorsehen.
EU-Weltraumstrategie
Am Donnerstag stimmen die EU-Abgeordneten über einen Berichtsentwurf zur Weltraumstrategie der EU ab. Gefordert wird darin unter anderem eine sichere und langfristige Finanzierung des Galileo-Satellitennavigationsprogramms. Gleichzeitig sollte das GMES-Erdbeobachtungsprogramm sollte offiziell Teil des langfristigen Haushaltsrahmen der EU werden.
Elektroschrott
Mehr kaputte Kühlschränke, Handys und Elektronik-Gadgets der EU-Länder sollen zukünftig eingesammelt und wiederverwertet werden. Am Donnerstag haben die Abgeordneten mit dem Rat vereinbarte neue Zielvorgaben verabschiedet. Die Novellierung der Richtlinie zu Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) bietet Verbrauchern neuerdings die Möglichkeit, kleine ausgesonderte Geräte an Verkaufsstellen zurückzugeben, und wird den Verwaltungsaufwand für Händler verringern.
Lebensmittelverschwendung stoppen
Fast die Hälfte aller essbaren Lebensmittel in Haushalten, Supermärkten, Restaurants landen im Müll, während 79 Millionen EU-Bürger unter der Armutsgrenze leben und 16 Millionen Menschen von Lebensmittelhilfe abhängig sind. Das Parlament fordert in einer am Donnerstag per Handzeichen verabschiedeten Entschließung dringend Maßnahmen, um die Lebensmittelverschwendung in der EU bis 2025 um die Hälfte zu verringern und einkommensschwachen Haushalten den Zugang zu Lebensmitteln zu erleichtern.
Schädlingsbekämpfungsmittel
Biozid-Produkte wie Rattengift oder auch Desinfektionsmittel sollen strengeren Sicherheitskontrollen unterzogen werden. Dies geht aus einer am Donnerstag angenommenen, überarbeiteten Verordnung des EU-Parlaments mit dem Ziel, die öffentliche Gesundheit und Umwelt besser zu schützen bei gleichzeitiger Straffung des Marktzulassungsverfahren, hervor.
Debatte mit Ungarns Premier Orbán
Victor Orbán vor dem EU-Parlament
Die Stimmung war angespannt als am Mittwochnachmittag mehrere Fraktionsvorsitzende Bedenken an Ungarns jüngster Verfassungsänderung und der Aushöhlung demokratischer Werte äußerten. Einige Abgeordnete hingegen verteidigten die Position Ungarns und warnten vor einer Einmischung in nationale Belange. Ungarns Ministerpräsident Orbán kündigte an, die Bedenken rasch ausräumen zu wollen.
Dänische Ratspräsidentschaft
Am Mittwochvormittag hat Premierministerin Helle Thorning-Schmidt Dänemarks Arbeitsprogramm für die sechsmonatige Ratspräsidentschaft vorgestellt. Eine Mehrheit der EU-Abgeordneten sprach ihr ihre Unterstützung aus und forderte sie auf, eine entschiedene Position bei der Lösung der Finanzkrise einzunehmen
Erst im dritten Urnengang wurden alle 14 Vize-Präsidenten mit einer einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gewählt. Deutsche Vize-Präsidenten sind Alexander Alvaro (ALDE) und Rainer Wieland (EVP). Der österreichische Abgeordnete Othmar Karas (EVP) wurde ebenfalls zum Vize-Präsident gewählt. Am Mittwochnachmittag wurden auch die fünf Quästoren in geheimer Abstimmung gewählt.
Der neu gewählte Präsident des 
Europäischen Parlaments, Martin Schulz
Die EU-Abgeordneten haben Martin Schulz zum neuen Parlamentspräsidenten mit 387 Stimmen von 670 abgegebenen Stimmen gewählt. Der 56-jährige deutsche Europaabgeordnete wird dem Europäischen Parlament bis zum Beginn der nächsten Legislaturperiode im Juli 2014 vorstehen.
Neuer EU-Parlamentspräsident
Martin Schulz, neuer Präsident des EU-Parlaments
Am Dienstagvormittag haben die EU-Abgeordneten den deutschen Sozialdemokraten Martin Schulz mit 387 Stimmen zum neuen EU-Parlamentspräsidenten gewählt. Er wird das Parlament nun 2,5 Jahre bis zur nächsten Europawahl im Sommer 2014 leiten. Aber wer ist der Mensch Martin Schulz hinter dem Politiker?
- Wahl des neuen Parlamentspräsidenten, der Vizepräsidenten und Quästoren
- Debatte über die Situation in Ungarn
- Debatte über das Arbeitsprogramm des dänischen Ratsvorsitzes
- Prioritäten für das internationale Übereinkommen über die Wirtschaftsunion und Economic Governance  
- Der Verschwendung von Elektroschrott Einhalt gebieten  
- Sichere Schädlingsbekämpfungsmittel für den EU-Markt  
- Die Verschwendung von Lebensmittel in der EU um die Hälfte reduzieren

 (10/01/2012)
2012 wird ein ereignisreiches Jahr für die Europäische Union. Bereits in den ersten Wochen nach der Neujahrspause des EU-Parlaments ist die Wirtschaftskrise wieder auf der Agenda. Doch trotz der schlechten finanziellen Lage einiger Mitgliedsstaaten warten bereits neue Beitrittskandidaten. Diskutiert wird diese Woche auch über Datenschutz und Online-Kriminalität.
 (03/01/2012)
Das Programm der dänischen EU-Ratspräsidentschaft ab Januar 2012 enthält vier grundlegenden Prioritäten: Ein verantwortliches Europa, ein dynamisches  Europa, ein grünes Europa und ein sicheres Europa.