Donnerstag, 28. Oktober 2010

Eintritt frei für je drei Kinoabende in Berlin und München - Gespräch zum Film Die Fremde

Das Europäische Parlament präsentiert die Finalisten des LUX-Filmpreises 2010

Das Informationsbüro für Deutschland des Europäischen Parlaments lädt ein zum Kinoerlebnis vom 14. bis 16. November 2010 im Kino Babylon in Berlin-Mitte sowie vom 17. bis 19. November 2011 im Neuen Arena in München. Dort werden an den drei Tagen jeweils die drei Filme kostenlos gezeigt, die im Wettbewerb um den LUX-Filmpreis 2010 des Europäischen Parlaments stehen.

Die drei Film-Finalisten sind:

  • Die Fremde (Deutschland) von Feo Aladag
  • Kleine Wunder in Athen (Deutschland/Griechenland) von Filippos Tsitos
  • Illégal (Belgien) von Olivier Masset-Depasse.

Die LUX-Filmabende werden in Berlin am Sonntag, 14. November um 17 Uhr und in München am Mittwoch, 17. November um 17:30 Uhr mit dem Film "Die Fremde" eröffnet. Direkt nach der Vorführung wird die Regisseurin Feo Aladag und die Vorsitzende des Kulturausschusses im Europäischen Parlament, Doris Pack, mit dem Publikum über Ihren Film und über den LUX-Filmpreis sprechen. Die Moderation übernimmt der Journalist und Filmkritiker Hans-Georg Rodek (Die Welt).

Kinoprogramm

LUX-Filmabende im Kino Babylon,
Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin-Mitte

Für alle Vorführungen in Berlin gilt: Die Filme werden in ihrer Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei. Es gibt jeweils nur 69 Plätze - daher bitte Reservierungsanfragen per Email an Veranstaltungen-berlin@europarl.europa.eu unter Angabe von: Name des Kinobesuchers, Datum und Uhrzeit der Vorführung(en), Filmtitel, Anzahl der gewünschten Karten.

LUX-Filmabende im Neuen Arena,
Hans-Sachs-Str. 7, 80469 München
 

Für alle Vorführungen in München gilt: Die Filme werden in ihrer Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei. Es gibt jeweils nur 68 Plätze - daher Reservierung über www.arena-kino.de und unter Tel. 089/260 32 65.

Der LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments

Der LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments spiegelt das Bekenntnis des Parlaments zur europäischen Filmindustrie und ihrer Kreativität wider. Jeder Filmbeitrag gibt einen Einblick in öffentliche Debatten in Europa, etwa über Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit oder das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen. Die Filme zeigen Europäer und ihr Leben, ihre Überzeugungen, ihre Zweifel und ihre Suche nach Identität. Bisherige Gewinner waren die Filme "Auf der anderen Seite" (2007), "Lornas Schweigen" (2008) und "Welcome" (2009). Die drei Finalisten des LUX-Filmpreises 2010 wurden von einer Jury ausgewählt - Der Gewinner wird von den Mitgliedern des Europäischen Parlaments gekürt. Die Preisverleihung findet am 24. November 2010 in Straßburg statt.

Die drei Finalisten des LUX-Filmpreises 2010:

 
© majestic filmverleih 
© majestic filmverleih

Die Fremde - Die 25-jährige Umay flieht mit ihrem kleinen Sohn Cem vor ihrem gewalttätigen Ehemann aus Istanbul in ihre Heimatstadt Berlin. Sie hofft dort auf ein besseres Leben. Aber ihre unerwartete Ankunft führt zu Konflikten in ihrer Familie, die zwischen der Liebe zu ihr und den Wertvorstellungen ihrer Gemeinschaft hin- und hergerissen ist. Die Familie will Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückschicken. Um ihren Sohn zu behalten, lässt sie auch ihre Familie hinter sich. Sie schafft es, sich dort ein neues Leben aufzubauen, aber ihr Bedürfnis nach der Liebe und Anerkennung ihrer Familie veranlasst sie zu einer Serie von verunglückten Versöhnungsversuchen. Sie realisiert dabei nicht, wie gefährlich ihr Kampf um Selbstbestimmung schon geworden ist.
Feo Aladag, 2009, Deutschland, 119' - Deutsch, Türkisch mit deutschen Untertiteln (dt. UT)

© Neue Versionen Filmverleih  
© Neue Versionen Filmverleih

Kleine Wunder in Athen (Akadimia Platonos) - Jeden Tag öffnet Stavros die Rollläden seines Kiosks, legt die Zeitungen aus und stellt Stühle davor, auf denen er und seine Freunde den ganzen Tag lang sitzen. Sie beobachten die Passanten und haben Spaß daran, wie ihr Hund "Patriot" Albaner anbellt, die auf der anderen Straßenseite vorbei laufen. Stavros und seine Freunde mögen keine Ausländer. Neben dem Eingang sitzt Stravros' zunehmend senile Mutter. Eines Tages bricht ihre Routine auf, als die Mutter sich in die Arme eines albanischen Arbeiters wirft und ihn auf Albanisch ihren Sohn nennt. Von nun an betrachten Stavros' Freunde ihn mit Argwohn: Ist er Grieche oder Albaner?
Filippos Tsitos, 2009, Griechenland/Deutschland, 103' - Griechisch mit dt. UT

© Versus production 
© Versus production

Illegal (Illégal) - Tanja, eine 39-jährige Russin, lebt mit ihrem Sohn seit zehn Jahren illegal in Belgien. Obwohl die Behörden ihren Asylantrag abgelehnt haben, schafft sie es Arbeit zu finden und ihren Sohn zur Schule zu schicken. Aber sie lebt in ständiger Angst entdeckt zu werden. Bei einer Polizeikontrolle wird sie festgenommen und kommt in ein Abschiebezentrum. Ihr 14-jähriger Sohn kann fliehen und findet bei einem Freund Unterschlupf. Und so beginnt für Tanja ein Kampf um ihre Würde und die Suche nach ihrem Sohn, während das Damoklesschwert der Abschiebung ständig über ihr hängt. Es ist eine Geschichte des Kampfes einer Mutter mit dem Staat.
Olivier Masset-Depasse, 2009, Belgien/Frankreich/Luxemburg, 95' - Französisch mit dt. UT