Nadelstichverletzungen im Gesundheitswesen verhindern
Ein Abkommen zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe bzw. spitze Instrumente in Krankenhäusern wurde am Donnerstag mit breiter Mehrheit vom Europäischen Parlament unterstützt. Diese Art von Verletzungen stellt eine der größten und häufigsten Risiken für die Gesundheit der Arbeitnehmer im Gesundheitswesen in der EU dar.
Bei Nadelstichverletzungen in Krankenhäusern können mehr als 20 lebensbedrohliche Viren, einschließlich Hepatitis B, C und HIV, übertragen werden. In der EU gibt es mehr als eine Million Nadelstichverletzungen pro Jahr, heißt es in der vom parlamentarischen Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten ausgearbeiteten Resolution.
Das Parlament fordert schon seit Juli 2006 eine europäische Richtlinie, um die im Gesundheitsbereich tätigen Arbeitnehmer vor potenziell gefährlichen Infektionen aufgrund von Verletzungen mit Nadeln und anderen scharfen medizinischen Instrumenten zu schützen.
Die Kommission hat eine Richtlinie des Rates zur Umsetzung der Vereinbarung vorgelegt, die die Europäische Arbeitgebervereinigung für Kliniken und Gesundheitswesen (HOSPEEM) und der Europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EGÖD) geschlossen haben.
Die Abgeordneten empfehlen, dass die im Richtlinienvorschlag definierten Maßnahmen dringend angenommen und umgesetzt werden. Der Rahmenvertrag zwischen der Kommission und den europäischen Sozialpartnern stelle einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer im Krankenhaussektor dar.
Die Parlamentarier weisen jedoch daraufhin, dass "es den Mitgliedstaaten und/oder den Sozialpartnern freistehen sollte und dass diese dazu ermutigt werden sollten, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, die für die in diesem Sektor Beschäftigten günstiger sind".




















