Meldungen
"Wir müssen jetzt handeln", um die junge Generation zu retten, die durch die Krise ins Abseits gerät, forderte der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz bei der Eröffnung des EU-Gipfels am 22. Mai vor den Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Schulz plädierte auch für mehr Einsatz beim Kampf gegen Steuerbetrug.
Die Abgeordneten haben am Mittwoch den Gesetzesentwurf für die Einrichtung eines einheitlichen EU-Bankenaufsichtssystems angenommen. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die größten Banken der Eurozone direkt beaufsichtigen und ein Mitspracherecht bei der Überwachung anderer Banken erhalten. Das Parlament wird jedoch die endgültige Abstimmung zu einem späteren Zeitpunkt abhalten, um mehr Zeit für Gespräche mit der EZB über detaillierte Bestimmungen zur Rechenschaftspflicht zu gewinnen.
Die Wirtschaftskrise und die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung haben die Anfälligkeit öffentlicher sowie privater Rentensysteme offengelegt, sagen die Abgeordneten in einem Entschließungsentwurf, der am Dienstag angenommen wurde. Darin werden die EU-Mitglieder aufgefordert, diversifizierte Rentensysteme einzuführen oder beizubehalten und die Rolle von gesetzlichen Renten bei der Wahrung eines angemessenen Lebensstandards für alle zu betonen, und diese Renten zu sichern.
Das Parlament hat am Dienstag die neue Richtlinie zur Sicherheit von Offshore-Erdöl- und Erdgasaktivitäten verabschiedet. Nach diesen Bestimmungen müssen Öl- und Gasunternehmen künftig nachweisen, dass sie zur Deckung potentieller Haftungsansprüche, die sich aus ihren Tätigkeiten ergeben, in der Lage sind, und Gefahrenberichte sowie Noteinsatzpläne vorlegen, bevor sie mit den Aktivitäten beginnen können.
Die Wahlen zum Europäischen Parlament sollen nächstes Jahr vom 22. bis zum 25. Mai stattfinden, und nicht wie ursprünglich geplant vom 5. bis zum 8. Juni. Das hat das Plenum am Dienstag bestätigt. Durch die Vorziehung hätte das neugewählte Parlament mehr Zeit, sich auf die Wahl des Präsidenten der Europäischen Kommission im Juli 2014 vorzubereiten.
Die EU-Mitglieder sollten sich gemeinsam dafür einsetzen, die Steuerlücke von einer Billion Euro bis 2020 mindestens zur Hälfte zu schließen, fordert das Parlament in einer Entschließung, die es am Dienstag verabschiedet hat. Die Abgeordneten verlangen von den EU-Ländern eine Einigung über Maßnahmen gegen Steueroasen, die Bekämpfung aggressiver Steuerplanung sowie die Schließung von Gesetzeslücken, die Steuerumgehung erlauben.
Dienstag, 21. Mai 2013
Eröffnung der Plenarsitzung: Kandidaten für das Amt des Europäischen Bürgerbeauftragten
In seiner Eröffnungsrede verkündete Präsident Martin Schulz die Namen der sechs in Betracht kommenden Bewerber für das Amt des Europäischen Bürgerbeauftragten und verurteilte die Bemerkungen von Mario Borghezio, Europaabgeordneter der italienischen Lega Nord, über die italienische Ministerin für Integration Cécile Kyenge Kashetu. Ausserdem brachte er seine Unterstützung für den chinesischen Menschenrechtsaktivisten Cheng Guangcheng zum Ausdruck.
Ab 15:00 Uhr werden die Abgeordneten über den geplanten einheitlichen EU-Mechanismus zur Bankenaufsicht mit EU-Kommissar Michel Barnier und dem irischen Finanzminister Brian Hayes diskutieren. Sie werden in der Plenardebatte erwartungsgemäß unterstreichen, dass die Regeln zur Rechenschaftspflicht der Bedeutsamkeit der neu geschaffenen oder auf EU-Ebene verlagerten Aufsichtsbefugnisse entsprechen müssen.
Dienstag, 21. Mai 2013
Die Woche im EP: Steuerhinterziehung, EU-Gipfel, Pressefreiheit, Handelsvertrag EU-USA
Abgestimmt wird diese Woche unter anderem über die Forderungen des Europaparlaments für ein Handelsabkommen mit den USA, Entschließungen über Medien- und Pressefreiheit und den Zeitpunkt der Europawahl 2014. Debattiert werden die Chancen auf einen EU-Beitritt Bosniens und der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien. Am Dienstag, einen Tag vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel, diskutieren die Abgeordneten ihre Forderungen für ein strengeres Vorgehen gegen Steuersünden.
Die stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses des Europäischen Parlaments, Kinga Göncz (S&D, Ungarn) sagt, der Bericht der EU-Grundrechteagentur ist ein "Weckruf für uns alle in Europa, die wir die Gleichheit aller Menschen als einen Eckstein unserer Demokratie betonen. Wir können es nicht tolerieren, dass Millionen unserer Mitbürger in schamloser Art und Weise diskriminiert werden wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Schwulen- und lesbenfeindliches Gerede und Hass gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle oder Transsexuelle werden von Populisten und Rechtsextremen verbreitet, ohne dass diese dafür Konsequenzen fürchten müssten."
Der Krieg in Syrien droht, auch die Nachbarländer zu erreichen. Die EU-Abgeordneten beraten in der kommenden Plenarwoche (21.-23. Mai) darüber, wie die EU Millionen von syrischen Flüchtlingen helfen könnte. Der deutsche EU-Abgeordneten Elmar Brok (EVP), Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, erläutert die Risiken in der Region und die Folgen für Europa.
Im Dezember 2012 hat die EU den Nobelpreis erhalten für ihre friedensstiftende Rolle in Europa und als Förderer von Demokratie und Menschenrechten. Stellvertretend für alle europäischen Bürger nahm der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz bei der offiziellen Zeremonie den Preis in Oslo entgegen. Vom 16. Mai bis zum 6. Oktober ist die Nobelpreismedaille nun im Parlamentarium, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, zu sehen.
Mittwoch, 15. Mai 2013
MEP McAvan: Kein Verbot von E-Zigaretten, aber bessere gesetzliche Regelungen
Elektrische Zigaretten sollen Rauchern eine gesündere Alternative bieten. Aber sind E-Zigaretten ungefährlich? Und sollten sie den Regeln für Tabakwaren oder den Auflagen für Medizinprodukte entsprechen? EU-Abgeordnete hatten am 7. Mai Experten zu einer Diskussion über die Reform der EU-Richtlinie ins Europaparlament eingeladen.
NATO und EU arbeiten sowohl bei Friedensmissionen in Afghanistan und im Kosovo als auch bei der bis zur Abwehr von Piratenangriffen vor der somalischen Küste zusammen. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen besuchte das Europaparlament am 6. Mai, um eine intensivere Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Verteidigungspolitik zu besprechen. Im Interview erklärte er, was funktioniert und wo weitere Verbesserungen notwendig sind.
Der Schutz der Privatsphäre liegt vielen Europäern am Herzen. Doch im Zeitalter sozialer Netzwerke werden immer mehr persönliche Daten für Dritte zugänglich. Das EU-Parlament arbeitet derzeit an einer Reform der EU-Datenschutzgesetze. Ziel ist es, die Daten von EU-Bürgern on- und offline besser zu schützen. Am 14. - 15. Mai beraten EU-Abgeordnete und Datenschutzexperten über die wichtigsten Grundsätze der Neuordnung.
WEITERE MELDUNGEN UNTER AKTUELLES
Live-Übertragungen im EP
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Termine, Newsletter, Ausschreibungen
Montag, 29. April 2013
Europäisches Jugendforum am Freitag, 15. November 2013 im Landtag von Thüringen
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Häufig gesuchte Informationen
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Preise und Wettbewerbe
Montag, 5. November 2012
LUX-Kinoabend vom 12. bis 13. November 2012 in Berlin im CineStar-Kino in der Kulturbrauerei








































