EP-Berichterstatter Reinhard Bütikofer im Dialog am 20. Juni 2011

Im Europäischen Haus fand am 20. Juni die zweite Veranstaltung der Reihe Berichterstatter im Dialog des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Kooperation mit dem Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland statt. MdEP Reinhard Bütikofer, Berichterstatter im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie im Europäischen Parlament, stellte seinen Berichtsentwurf über eine wirksame Rohstoffstrategie für Europa vor.

 

Der Grüne Europaabgeordnete betonte zunächst wie wichtig ein stabiler, globaler und sicherer Zugang zu günstigen Rohstoffen für die Europäische Union sei. Danach stellte Bütikofer die wichtigsten Punkte der auf industriellen Rohstoffen orientierten neuen Strategie vor. Laut des Berichterstatters sollte eine wirksame Rohstoffstrategie vor allem eine Innovationsstrategie sein. Sie sollte auf Eingrenzung des Verbrauches, Forderung von Recycling, Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit fokussiert sein.

MdEP Bütikofer, dessen Berichtsentwurf am 30. Juni im Ausschuss abgestimmt wird, forderte mehr öffentliche Debatte über Rohstoffe, so dass die Weiterentwicklung der Strategie vorangetrieben wird. Nach seinem Vortrag diskutierte Herr Bütikofer mit dem zahlreich erschienen Fachpublikum. Die Vertreter der Nichtregierungsorganisationen, der Industrie und der Regierung interessierte vor allem die Aspekte der Transparenz und Nachhaltigkeit der neuen Strategie.

 
 
Veranstaltungsreihe EP-Berichterstatter im Dialog

Die Veranstaltungsreihe " EP-Berichterstatter im Dialog" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Informationsbüros des Europäischen Parlaments und der Europäischen Bewegung Deutschland.

Ziel ist es, die gesetzgeberische Arbeit im Europäischen Parlament sichtbarer zu machen und Interessengruppen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, noch vor der Verabschiedung des Rechtsakts mit dem zuständigen Berichterstatter zu diskutieren.

Dadurch soll der Dialog zwischen Europäischem Parlament und Zivilgesellschaft intensiviert werden und Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv in die EU-Gesetzgebung einzubringen.

Dabei stellt der zuständige Berichterstatter seinen Berichtsentwurf vor und berichtet über die politische "Gefechtslage" sowohl innerhalb des Parlaments, aber auch mit Blick auf den Rat und die Kommission. Im Anschluss hat das Publikum die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen und Fragen zu stellen.

Die Veranstaltungen finden stets in der Phase der Ausschussberatung statt, also vor der Beschlussfassung im federführenden Ausschuss und somit auch vor der Überweisung in das Plenum.