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Jugendkarlspreis 2017
Europäischer Jugendkarlspreis 2017
 
23-03-2017
 

Europäischer Jugendkarlspreis 2017

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Der nationale Gewinner für den Europäischen Jugendkarlspreis 2017 steht fest: Das Projekt „Seehilfe e.V. - Solidarität darf nicht an den Grenzen enden" ist ein Bremer Verein mit Mitgliedern in ganz Deutschland, das geflüchtete Menschen auf Sizilien unterstützt.

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Gegen 27 Mitbewerber setzte sich das Projekt „Seehilfe e.V. - Solidarität darf nicht an den Grenzen enden" klar in die zweite Runde für den Europäischen Jugendkarlspreis 2017 durch: „Die persönlichen Begegnungen mit Geflüchteten und die Weiterführung dieser Erlebnisse an eine breite Öffentlichkeit in Deutschland und Italien, mit der Bemühung, regionale Partner und Unternehmen mit einzubinden, zeichnet das Projekt aus“, heißt es in der Begründung der Jury.

Ausschlaggebend war, dass aktiv über das ganze Projekt hinweg Werte wie Zusammengehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl, Verantwortung und Toleranz bewusst gefördert wurden. Die Idee: Solidarität darf nicht an Grenzen aufhören, nicht innerhalb Europas, aber auch nicht an dessen Außengrenzen.

Die Jury, bestehend aus Abgeordneten des Europäischen Parlaments und einem Jugendvertreter, war begeistert von der Vielfalt der Themen und Projekte der Bewerbungen, dem ehrenamtlichen Engagement der Jugendlichen für Europa und der innovativen Art, wie sie Europa leben und voranbringen. Die Spannbreite der Einsendungen reichte von beispielhaften Schüler- und Jugendaustauschprojekten und internationalen Jugendkonferenzen über Klimaaktionen und Sportprojekte bis hin zu kreativen Theater-, innovativen Internet- oder journalistischen Medien-Projekten.

Was im Juni 2014 als kleine Privatinitiative von vier Jugendlichen in Jena und Bremen begann, wuchs. Spenden wurden gesammelt und mit einem Transporter nach Sizilien gefahren - der Ort, der nach der Schließung des Lagers auf Lampedusa, zum Hauptankunftsort der geretteten Geflüchteten wurde. Im November, nur fünf Monate später, wurde der Verein Seehilfe e.V. gegründet. Mit Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel über Workshops und Beschäftigungsangebote über Bildungsapps sollte Geflüchteten nicht nur materiell, sondern auch ideell geholfen werden: „Niemand mag allein sein. Deswegen machen wir uns gegen Isolierung und für Begegnung stark”. Mit zwei Hilfsfahrten pro Jahr nach Sizilien, deutschlandweit stattfindenden Vorträgen über die gemachten Erfahrungen und Besuche in Schulen machen die inzwischen 16 Aktiven junge Menschen auf die Situation aufmerksam.

Der Europäische Jugendkarlspreis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Es haben sich viele Jugendliche aus allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union gemeldet. Europaweit sind 244 Bewerbungen eingegangen, davon 28 aus Deutschland. In der zweiten Runde wird eine europäische Jury alle 28 nationalen Gewinner aus den Mitgliedsstaaten begutachten.

Mehr Infos über das Projekt Seehilfe e. V.