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02-11-2014

Berliner Manifest "Mein Europa 1989, heute und morgen: So will ich Europa! #WallFall25

Generationskonferenz im Europäischen Haus im Rahmen der Aktivitäten der Anrainer des Pariser Platz zu den Feierlichkeiten zum 25. Jahre seit dem Mauerfall

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Am 2. November sind Menschen aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten in Berlin zu einer Generationenkonferenz anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls zusammengekommen. Gemeinsam haben sie diskutiert, welche Mauern in Europa noch eingerissen werden müssen. Dabei erarbeiteten die Europäer ihre wichtigsten Forderungen in Form eines "Berliner Manifests für Europa", das sie im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit und EU-Politikern vorstellten.
Fotos: ©Jens Schicke

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Sie forderten unter anderem ein neues Wahlsystem in Europa, das grenzüberschreitenden Interessen gerecht wird, die Einführung von Flüchtlingsquoten für jedes Land in der EU und eine aktive europäische Außenpolitik. Die jungen Europäer wollen einen Verzicht auf Energie aus fossilen Quellen und stattdessen effiziente und sichere erneuerbare Energien. Sie fordern gleiche Rechte für alle und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, die Verantwortung für die zukünftigen Generationen übernimmt. Außerdem soll Europa die digitale Bildung voranbringen, weiter an einer gemeinsamen Bildungspolitik arbeiten und bessere gemeinsame Standards für Jobs und Bildung setzen.

An der Konferenz nahmen 25-jährige Europäer teil, die 1989 geboren wurden sowie Menschen, die im Jahr des Mauerfalls 25 Jahre alt waren. Die Teilnehmer diskutierten über ihre Erfahrungen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs und über Europas Zukunft: "Mein Europa 1989, heute & morgen: So will ich Europa!" Im Anschluss an die Debatte stellten die Europäer acht Hauptforderungen in Form eines "Berliner Manifests für Europa" der Öffentlichkeit und EU-Politikern vor. An der öffentlichen Podiumsdiskussion nahmen neben den europäischen Vertretern der Generationen 1989 und 1964 auch Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments, Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland und Michael Roth, MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt teil. Die Moderation übernahm Anne Laumen.

Die heute 25- und 50-Jährigen besuchten am Vormittag die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße und trafen mit dem Zeitzeugen Siegbert Schefke zusammen. Schefke schilderte eindrücklich seine Erfahrungen während der Zeit der Teilung und rief die Jugendlich auf, wachsam zu bleiben: "Demokratie und Freiheit müssen erkämpft werden – immer wieder."

Auf Einladung des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland und der Vertretung der Europäischen Kommission verbachten die Konferenzteilnehmer das Wochenende vom 1.-3. November in Berlin. Kooperationspartner der Veranstaltung war die Europäische Bewegung Deutschland.

Mit eindringlichen und sehr persönlichen Videos haben sich die 28 jungen Europäerinnen und Europäer für die Teilnahme an der Konferenz qualifiziert: „Welche Mauern müssen in Europa noch eingerissen werden?“ lautete die Ausgangsfrage des Videowettbewerbs.

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