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Asyl und Migration in der Europäischen Union

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Konferenz am 4. April 2016 im Allianz Forum Berlin

Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments veranstaltete, zusammen mit der Allianz Kulturstiftung eine ganztägige Konferenz mit dem Titel "Asyl und Migration in der Europäischen Union".

Mehr als 500 Gäste und Medienvertreter verfolgten die hochkarätig besetzte Konferenz am 4. April 2016 vor Ort im Berliner Allianz Forum und machten auch von der Gelegenheit Gebrauch, sich in die Debatten einzubringen.

Eröffnet wurde die Tagung vom Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz, der in seiner Rede mahnte, dass die Flüchtlingskrise nicht im Alleingang der einzelnen Nationalstaaten bewältigt werden könne. Vor dem Hintergrund des am Konferenztag in Kraft tretenden EU-Türkei-Abkommens hob Schulz hervor, dass die Türkei in der Flüchtlingsfrage ein verlässlicher Partner sei, daraus jedoch keine "Rabatte" bei anderen Fragen wie der Presse- und Meinungsfreiheit resultieren würden.

Anschließend diskutierten der Europaabgeordnete und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments Elmar Brok und der kroatische Außenminister Dr. Miro Kovaĉ lebhaft über die Notwendigkeit der Sicherung der EU-Außengrenzen und die damit einhergehenden Herausforderungen.

Definition und Ausgestaltung von Solidarität innerhalb der EU waren danach Hintergrund der kontroversen Debatte zwischen EP-Vizepräsident Alexander Graf Lambsdorff und Ungarns Außenminister Péter Szijjártó.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Dr. Kristalina Georgieva schloss den ersten Teil des Tages ab und betonte, dass Europa nicht nur in der Lage, sondern auch moralisch dazu verpflichtet sei, die derzeitige Krise zu lösen.

Auch nachmittags ging es spannend weiter: Nachdem die österreichische EP-Vizepräsidentin Ulrike Lunacek die begleitende Ausstellung des Europäischen Parlaments anlässlich des Internationalen Frauentags "Frauen als Flüchtlinge und Asylsuchende" vorstellte, sprach sie mit Viola Winterstein, der Koordinatorin der Flüchtlingshilfe für die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Berlin über die aktuelle Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden in der Europäischen Union.

Im Anschluss machte Kanzleramtsminister Peter Altmaier in einer energischen Rede seine Sicht auf die Chancen und Herausforderungen für Deutschland und Europa deutlich und nannte die Aufnahme von Flüchtlingen einen "humanitären und europäischen Imperativ".

Kulturell und künstlerisch ging es mit drei geflüchteten syrischen Musikern Dani Alor, Alaa Zitona und Ali Hassan Dorbak weiter. Der Mitveranstalter und Geschäftsführer der Allianz-Kulturstiftung Michael M. Thoss und der Executive Director des International Cities of Refuge Network (ICORN) Helge Lunde führten im Anschluss ein Gespräch über die Rolle europäischer Städte bei der Gewährung von Zuflucht für Künstler und Journalisten.

Auch Choreografin Sasha Waltz, Pussy Riot-Aktivistin Nadeschda Tolokonnikowa sowie Esra Kücük (Maxim Gorki Theater) und Ivor Stodolsky (Perpetuum Mobile) stellten Initiativen für geflüchtete Künstlerinnen und Künstler vor. Diese seien aufgrund ihrer Arbeit besonders von politischer Verfolgung betroffen, wie der Tänzer Medhat Aldaabl und die Publizistin Yasmin Merei über ihre syrische Heimat berichteten.

Hier finden Sie das Programm der Konferenz: